Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Am 2. Februar wird wieder einmal gewählt. Dabei geht es um die Besetzung des neuen Landtags und gleichzeitig um die Frage, wer für knapp neun Jahre erster hauptamtlicher Landrat im Kreis Nienburg werden soll.

Die heiße Phase des Wahlkampfes ist sehr kurz, sie wird nicht minder heftig sein. Das zeichnete sich bereits in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien ab. Vor dem Fest und „zwischen den Jahren“ hielten sich die Wahlkämpferinnen und -kämpfer zumeist etwas bedeckt, doch jetzt geht es mächtig los.

Das scheint für manche Kandidierenden aber auch bitter nötig zu sein. Was sie getan oder zu bieten haben, was sie erreichen möchten oder bereits als Erfolg ihrer politischen Arbeit verbuchen können, ist längst nicht überall wirklich bekannt. Doch dazu ist Wahlkampf eigentlich da: Informationen über Ziele und Programme zu geben, nicht nur hier und da präsent zu sein und freundlich zu lächeln.

Andererseits dürfte die Politikverdrossenheit in der Republik derzeit einen fast schon historischen Höchststand (oder besser Tiefpunkt?) erreicht haben. Vielleicht war es deshalb Taktik, dass sich manche zurück hielten.

Vor allem auf die Wahlbeteiligung am 2. Februar darf man gespannt sein. Bei ohnehin sinkendem Interesse könnte die augenblickliche politische Großwetterlage zu besonders vielen Wahlverweigerungen führen. Für die Wahl des hauptamtlichen Landrats indes zeichnet sich eine überdurchschnittlich hohe Wahlbeteiligung ab – weil der Urnengang an die Landtagswahl gekoppelt wurde. Denn so traurig es ist: Wenn es allein um die Direktwahl von Landräten und Bürgermeistern ging, haben sich die Menschen in erschreckend geringer Zahl auf den Weg gemacht. Das ist bedauerlich, zumal gerade diese Positionen direkten Einfluss auf das Lebensumfeld der Menschen bieten. Schließlich sind Bürgermeister und Landräte jene, die Bürgernähe und Dienstleistungsmentalität in den Kommunalverwaltungen durchsetzen sollen. Da sollte niemand sein Wahlrecht ungenutzt lassen.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
12. Januar 2003, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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