Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

„Es ist einfach kaum zu glauben, jetzt werden schon Kleinkinder zum Diebstahl mitgenommen“ – die Nienburger Geschäftsfrau kann es kaum fassen.“Es wird immer schlimmer mit dem Ladendiebstahl“, betont sie.

Eine junge Mutter war erwischt worden, als sie das Spielwarengeschäft mit ihrem Kind verlassen wollte. Allerdings: Unter der Jacke des Kindes hatte sie zuvor etwas versteckt. Ziemlich dreist, aber eben auch ziemlich dumm, denn solche Aktionen sind natürlich alles andere als unauffällig. Und in der Vorweihnachtszeit ist man in den Geschäften ohnehin sensibel.

Der Einzelhandel muss leider mit dem Ladendiebstahl als erheblichem Kostenfaktor kalkulieren. Das ist schon schlimm. Dass bedauerlicherweise auch zahlreiche Kinder versuchen, etwas zu entwenden, ist nichts Neues. Manches Mal ist es Mutprobe, häufig aber auch schon Prinzip. Dass eine Mutter versucht, dem Gesetz ein Schnippchen zu schlagen, indem sie ihrem Kind das Diebesgut im wahrsten Sinne des Wortes unterschiebt, ist mehr als dreist. Zumal dahinter offenkundig die Absicht steckte, im – natürlich auch eingetreten – Fall des Erwischtwerdens einfach zu behaupten, das nicht strafmündige Kind habe den Diebstahl alleine begangen.

Für Geschäftsleute bedeutet es zusätzlichen Aufwand, wenn ein Ladendieb erwischt wird. Ärger, Pöbelei und natürlich möglicher „Behördenkram“. Dennoch ist es unbedingt richtig, dass jeder erwischte Ladendieb angezeigt wird, dass die Polizei den Langfinger vorübergehend dingfest machst. Das dient der Abschreckung und signalisiert potentiellen Nachahmern, dass man zumindest in diesem Geschäft kein Pardon kennt.

Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Und auch keine Mutprobe. Daran ändert auch die Vorweihnachtszeit nichts.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

Zum Artikel

Erstellt:
8. Dezember 2002, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.