Guten Tag

Guten Tag

Edda Hagebölling DH

Auf Nienburgs Straßen staut sich derzeit der Verkehr besonders stark. Im Gegenzug dazu ist die Ortsumgehung relativ wenig befahren. Der Grund: Die Sperrung der südlichen Rampe der Auf- und Abfahrt Nienburg-Nord.

Die Erneuerung der Fahrbahn der Ortsumgehung hat die Sperrung zwingend erforderlich gemacht – und unter Beweis gestellt, was viele Autofahrer längst wussten, was manche andere aber nie so richtig wahr haben wollten: Die Ortsumgehung hat hohe Bedeutung für den innerstädtischen Verkehr.

Besonders belastet sind in diesen Wochen unter anderem die Verdener Straße und die Verdener Landstraße Richtung Norden. Die meisten Fahrzeuge aus Richtung Lemke werden jetzt wieder über die ehemalige B 6 und die alte Weserbrücke geführt. Andere Verkehrsteilnehmer wählen die Abfahrt Nienburg-Mitte – und stehen in aller Regel spätestens am Bahnhof im Stau.

Kein Wunder also, dass wieder nach Schlupflöchern gesucht wird. Besonders stark betroffen ist das Ahorbuschgebiet. Die Anwohner dort müssen sich in die Vergangenheit versetzt fühlen, so viele Autos fuhren dort schon Jahre lang nicht mehr.

Entspannt geht es hingegen auf dem Nordring zu: Dort staut sich an normalen Tagen in der Rush-Hour der Verkehr erheblich – derzeit muss kaum jemand Wartezeiten in Kauf nehmen.

Nienburgs verkehrstechnisches Problem ist durch die zum Glück befristete Maßnahme deutlich geworden: Ohne die Ortsumgehung wäre der Verkehr in der Stadt längst zusammen gebrochen. Und wenn sich von der „Stadtautobahn“ Verkehr auf die innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen verlagert, ist der nächste Ring ebenfalls belastet, weil viele auszuweichen versuchen. Entlang der Buermende und Marienstraße kann man derzeit davon ein Lied singen.

Alles hofft also darauf, dass die Ortsumgehung bald wieder freigegeben wird. Und vielleicht beweist die derzeitige Situation ja noch einmal ganz deutlich, dass die seit fast 20 Jahren geforderte Anbindung der Celler Straße den innerstädtischen Verkehr zusätzlich entlasten würde. Ob sich dort noch einmal etwas tut?

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke