Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

„Positiv denken“ – diese Botschaft bestimmt zahlreiche Bücher und Seminare. Uns wird immer wieder verdeutlicht, dass eine positive Grundeinstellung vieles einfacher macht, auch die Lösung von Problemen oder den Umgang mit schlechten Nachrichten oder anderen Schwierigkeiten.

Derzeit allerdings bestimmt anscheinend nur negatives Denken unser Handeln. Niemand kann die wirtschaftlichen Probleme wegdiskutieren oder schön reden. Doch was hilft es, immer wieder zu stöhnen oder gar in Selbstmitleid zu verfallen? Eigentlich gar nichts. Daraus gewinnt man keinen Elan, um an Lösungen zu arbeiten.

Schwarzmaler haben derzeit leider Hochkonjunktur. Sie helfen damit aber niemandem. Natürlich ist es richtig und wichtig, auf bestehende Probleme hinzuweisen. Doch wer ständig nur den Teufel an die Wand malt, der nimmt den Menschen möglicherweise aufkeimenden Optimismus wieder. Wer kennt das nicht: Nach jeder schlechten Zeit kommt irgendwann wieder ein „Hoch“, manches schlimme Ereignis verdaut man am besten durch „Anpacken“. Und Ablenkung durch positive Erlebnisse hat noch nie geschadet.

Das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ist nicht nur für den Einzelhandel, sondern für unsere gesamte Wirtschaft wichtig. Deshalb sollten die Marketingaktivitäten darin bestehen, das Einkaufen zur Freude zu machen, damit das Aussuchen von Geschenken vielleicht auch als Ablenkung von Sorgen und Nöten genutzt wird.

Und schließlich gibt es ja – bei allen wirtschaftlichen Sorgen – auch noch eine ganze Menge von Leuten, die eigentlich durchaus noch etliche Euro in Umlauf bringen könnten; wenn ihnen nicht ständig Zukunftsängste vorgehalten würden.

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Probleme lassen sich nicht wegdiskutieren. Wir müssen daran glauben, dass es wieder bergauf gehen wird. Packen wir es an.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
27. Oktober 2002, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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