Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Was waren das noch für schöne Zeiten, als Sportstätten noch über Generationen einen Namen hatten, der sie unverwechselbar machte, der ihnen manchmal auch ein besonderes Flair verlieh. Doch heute? Namen sind nur noch Mittel zum Zweck, wenn es gilt, die Wünsche der Sponsoren zu befriedigen.

Der ruhmreiche Hamburger SV trägt seine Spiele nicht mehr im seit Generationen bekannten Volksparkstadion aus. Die „AOL-Arena“ ist kein Neubau – nein, das ist alter Wein in neuen Schläuchen. Vielleicht könnte man sogar von einer Wegwerfverpackung sprechen, denn schon morgen können sich Sponsor und damit auch der Name des Stadions wieder ändern.

In Hannover haben es die „Roten“ nachgemacht. Das Niedersachsenstadion kennen nicht nur die Landeshauptstädter seit Jahren. Noch im vorigen Jahr wurden dort Fußball-Feste gefeiert. Die „neue“ AWD-Arena bestach bisher lediglich mit den Pannen beim Einlass.

Vorgemacht hat diese Art der Namensgebung Bayer Leverkusen, die sogenannte Werksmannschaft. Bei der Namensgebung für die BayArena war wenigstens noch ein nettes Wortspiel mit dem Vereinsnamen möglich. Man darf gespannt sein, wann das Westfalenstadion in Dortmund neu getauft wird. Mit einem örtlichen Sponsor ließe sich angesichts der vorjährigen Meisterschaft wirklich noch schnell die „No. 1 - Arena“ erschaffen. Oder der FC Bayern München. Wäre nicht der Name „Erdinger Moos“ landschaftlich besetzt, so würde sich diese Bezeichnung für Beckenbauers Jungs wahrlich anbieten - schließlich wird mit solchen sprachlichen Eskapaden nicht anderes bezweckt, als „Moos“ zu scheffeln.

Wir dürfen gespannt sein, was uns diesbezüglich bald im Kreis blüht. Vielleicht die „Heineking-Kampfbahn“ in Landesbergen? Abwarten!

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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Erstellt:
25. August 2002, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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