Die HamS wünscht einen guten Tag!

Die HamS wünscht einen guten Tag!

Nienburg 19.01.2020 Von Edda Hagebölling

Guten Tag!

Der Tod ist nicht das Ende

„Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang eines Lebens bei Gott.“ Eigentlich müsste dieser Satz Trost spenden. Von Gottes Liebe umhüllt werden. Im Grunde eine schöne Vorstellung. Für die Angehörigen und Freunde ändert der Tod aber nichts daran, dass der Platz ihrer Verstorbenen im realen Leben für immer frei bleiben wird.

Auch in dieser Woche sind wieder überall im Kreis Menschen zusammengekommen, um das Ableben eines Angehörigen zu betrauern. Wer solch eine Situation schon selbst erlebt hat, weiß – zumindest mit etwas Abstand: ein Mensch ist erst dann wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.

Womöglich wissen aber auch Sie aus eigener Erfahrung längst, wie wichtig eine Patientenverfügung ist. Mittels künstlicher Nahrung am Leben gehalten werden und nur noch vor sich hindämmern. Ohne Würde und ohne noch im Ansatz der Mensch zu sein, der man einmal war. Das möchte doch wirklich niemand. Der medizinische Fortschritt ist wahrlich nicht immer ein Segen.

Zurzeit besonders heftig diskutiert wird die Sache mit der Organspende. Ist der Vorschlag von Gesundheitsminister Spahn letzten Endes eben doch daran gescheitert, dass wir Deutschen ein Volk von Egoisten sind, das sich nichts, aber auch wirklich nichts vorschreiben lassen will?

Oder hält uns doch eher die – garantiert laienhafte – Vorstellung, dass in unserem Körper herumgeschnippelt wird, davon ab, den Organspenderausweis auszufüllen, den man schon seit Jahren in seinem Portemonnaie herumträgt? Womöglich hat der Vorstoß des Gesundheitsministers ja bei dem einen oder anderen von uns etwas bewirkt. Zu befürchten ist aber, dass schon in einer Woche niemand mehr darüber spricht. Denn mit Verlaub: Was sollen denn die Ärzte, deren Wartezimmer eh schon aus allen Nähten platzen, noch alles leisten...

Doch noch kurz zu einem ganz anderen Thema. Wer hin und wieder im Nienburger Bahnhof unterwegs ist, mag längst festgestellt haben, dass sich etwas tut. Im Positiven. Die Bahn hat den Johannitern aus Landesbergen das ehemalige Bistro nach gründlicher Sanierung zur Verfügung gestellt, damit diese dort einen Stützpunkt für ihre Schnell-Einsatz-Gruppe einrichten könnten. Profitieren werden Bahnreisende, die in Nienburg stranden, weil wieder einmal ein Baum auf den Gleisen liegt oder sonst etwas Schlimmes passiert ist.

Allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sonntag.

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Erstellt:
19. Januar 2020, 09:08 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

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