Mit viel Leidenschaft, Kampf und vor allem Zusammenhalt fuhren die Oberliga-Handballer
der HSG Nienburg auch den achten Sieg in Folge ein. Holzmann

Mit viel Leidenschaft, Kampf und vor allem Zusammenhalt fuhren die Oberliga-Handballer der HSG Nienburg auch den achten Sieg in Folge ein. Holzmann

Handball 08.04.2018 Von Helge Nußbaum

HSG-Angriffslawine überrollt die SG Börde

Handball-Oberliga: Die Nienburger siegen zum achten Mal in Folge

Nienburg. Sieben Minuten lang sah es so aus, als würde es nichts mit dem achten Sieg in Folge für die Oberliga-Handballer der HSG Nienburg. Doch nachdem „Traktor“ Malte Grabisch nach 7:28 Minuten den ersten Treffer zum 1:3 für die Weserstädter erzielte, rollte spätestens mit Anpfiff der zweiten Halbzeit die HSG-Angriffslawine über die Gäste der SG Börde Handball. Am Ende stand ein grandioser 38:24 (14:11)-Erfolg – die Serie hält. „Wir haben uns unheimlich viel vorgenommen, aber am Anfang hat nichts funktioniert. Vorn haben wir zu genau gezielt und hinten wieder die alten Fehler in der Deckungsarbeit gemacht“, sprach HSG-Coach kurz nach Spielende im HARKE-Gespräch deutlich die Fehler in der Anfangsphase an. Das der Trainer diese Sätze jedoch mit einem breiten Grinsen im Gesicht sagte, lag vor allem daran, was sich ab Minute acht abspielte. „Wir haben uns aus dem Loch mit viel Leidenschaft rausgekämpft und gehen dann sogar mit drei Punkten Vorsprung in die Kabine.“ Nach einem 8:10-Rückstand folgte ein Sechs-Tore-Lauf der HSG. „Das wir jedoch noch kurz vor der Pause noch einen kassieren, ärgert mich ein wenig.“

Die Nienburger nahmen mit der von Wittenberg angesprochene Leidenschaft vor allem in der zweiten Hälfte ihre Fans mit, die es zwischenzeitlich einige Male aus den Sitzschalen der Meerbachhalle riß. Die Deckungsarbeit vor einem starken Keeper Matthias „Magic“ Ende funktionierte einwandfrei und vorn konnten sich die Nienburger sogar noch ein paar Fahrkarten leisten – der achte Sieg in Folge geriet zu keiner Zeit in Gefahr. Wittenberg: „Wir haben uns vorgenommen das erste Ding nach der Halbzeit gleich reinzumachen und uns dann Schritt für Schritt abzusetzen. Wir haben einige Dinge umgestellt und es dann perfekt gemacht. Viel besser können wir das nicht mehr spielen. Laut musste ich in der Kabine aber nicht werden.“

Am Ende durften sich die Jungs von der Börde bedanken, dass sie nur 38 Gegentore bekamen. „Die Saison hat nicht gut angefangen, doch wir wollen sie jetzt möglichst gut zu Ende bringen. Es geht zwar um nichts mehr, aber jetzt haben wir erstmal den achten Sieg in Serie eingefahren und haben noch ein paar weitere Ziele für den Rest der Saison.“

  • HSG Nienburg: Ende, Prützel – Nülle 6/2, Grabisch 6, Liedtke, Gudmundsson, Ence 9, Bergmann 2, Kaatze 4, Kählke 6, Fennekoldt 3, Fleischer, Wrede 2, von Müller.
  • Strafwürfe: 2/2 – 0.
  • Zeitstrafen: 4 (Sebastian Nülle, Malte Grabisch, Fabian Liedtke, Steve Kählke) – 4.
  • Zuschauer: 280.
  • Spielfilm: 0:3, 1:3, 4:7, 8:10, 14:10, 14:11 (30.), 15:11, 17:14, 21:16, 25:19, 31:22, 38:24 (60.).

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Erstellt:
8. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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