Jugendhandball 06.06.2017 Von Die Harke

HSG-Juniorinnen sind absolut im Soll

A-Juniorinnen weiter im Rennen um Bundesliga-Aufstieg / B-Mädels lösen Ticket für die Oberliga-Vorrunde

A-Juniorinnen

Von der ersten Relegationsrunde zur A-Jugend-Bundesliga kamen die [DATENBANK=746]HSG[/DATENBANK]-Juniorinnen mit zwei Siegen und zwei Niederlagen im Gepäck aus Peine zurück.

Im ersten Spiel trafen die „Rot-Schwarzen“ auf den Zweitliga-Nachwuchs des SV Union Halle-Neustadt, die bereits in der letzten Saison A-Jugend-Bundesliga-Erfahrung sammeln durften. Lange Zeit hatten die HSG-Mädels in diesem Spiel knapp die Nase vorn, beim Stand von 12:12 – drei Minuten vor Schluss – sogar Ballbesitz und Überzahl. Die Gegnerinnen aus Sachsen-Anhalt zeigten sich allerdings kaltschnäuziger und nutzten ihre Chancen, sodass die Nienburgerinnen eine unglückliche 12:14-Niederlage einstecken mussten.

Im zweiten Spiel des Tages hieß der Gegner HC Burgenland und kam aus Naumburg/Saale in Sachsen-Anhalt. Hier drehten die Weserstädterinnen trotz der tropischen Temperaturen in der Halle nochmal auf und führten zur Halbzeit mit 17:4 bereits deutlich. Auch in der zweiten Hälfte riss der Torreigen trotz vieler Wechsel nicht ab und Nienburg feierte einen deutlichen 33:7-Erfolg. Damit war bereits am Ende des ersten Turniertages klar, dass die Nienburgerinnen ihr Ziel, die Qualifikation für die 2. Relegationsrunde, erreichen würden. Aber auch der Turniersieg und damit die direkte Qualifikation für die Bundesliga war noch möglich.

Dementsprechend motiviert gingen die „Rot-Schwarzen“ zu Beginn des zweiten Turniertages in das Duell mit dem HSV Magdeburg, der von der ostdeutschen Trainerlegende Harry Jahns (mit 14 deutschen Meistertiteln der erfolgreichste Jugendtrainer Deutschlands) gecoacht wurde. Die Magdeburgerinnen fanden kaum ein Mittel gegen die stark spielende Deckung der HSG-Mädels und mussten somit den „Rot-Schwarzen“ mit 13:19 den Vortritt lassen. Im letzten Spiel des Turniers traf das Team des Trainergespanns Janosch Rosenow und Denis Tomanek auf die SG Rödertal/Radeberg aus Sachsen, die bisher alle Spiele gewinnen konnten und deren Damenteam kürzlich in die Bundesliga aufgestiegen war.

Die Nienburgerinnen erspielten sich in der Anfangsphase zahlreiche gute Torchancen, scheiterten aber entweder an der überragenden Torhüterin des Gegners oder an Pfosten und Latte. Die Sächsinnen hingegen legten eine beeindruckende Effektivität an den Tag und zogen früh auf und davon. Das Endergebnis fiel mit 14:24 aus Nienburger Sicht am Ende zu deutlich aus, gefühlt war man viel dichter dran.

In der zweiten und letzten Relegationsrunde treffen die Rot-Schwarzen am kommenden Sonnabend in Magdeburg auf die Füchse Berlin, den Rostocker HC und die TG Hörste aus Nordrhein-Westfalen. Der Erstplatzierte dieser Vierergruppe qualifiziert sich direkt für die Bundesliga, der Vierte scheidet aus. Die Zweit- und Drittplatzierten messen sich am Sonntag mit den Gleichplatzierten der Parallelgruppe und spielen die letzten beiden Startplätze für die Bundesliga aus. Trainer Janosch Rosenow: „Wir gehen davon aus, dass wir alle Gegner auf Augenhöhe antreffen und so die Tagesform entscheiden wird.“

HSG Nienburg: Garbe, Ottens – Block 4, C. Clasen 9, P. Clasen 16, Hasenbeck, Meier 10, Noll 4, Nuttelmann 3, Prange 1, Süchting 24, Wolf 7. B-Juniorinnen

B-Juniorinnen

Die neu zusammengestellten B-Juniorinnenhandballerinnen des HSG-Trainerteams Mareike Beermann, Valerie Grigat und Steve Kählke qualifizierten sich bereits im 1. Relegationsturnier souverän für die Oberliga-Vorrunde. Damit sorgte man bei den Nienburger Verantwortlichen für Glücksgefühle, da in der kommenden Saison im Jugendbereich nun sowohl die weiblichen als auch die männlichen A1- und B1-Jugend-Teams in den höchstmöglichen Spielklassen Niedersachsens und Bremens vertreten sein werden.

Ohne die Leistungsträgerinnen Alicia Schmied und Luisa Bein trafen die „Rot-Schwarzen“ im ersten Spiel auf die SG Adendorf/Scharnebeck, die im Vorfeld als voraussichtlich stärkster Gegner ausgemacht wurde. Konzentriert gingen die Nienburgerinnen ins Spiel und legten nach zehn Minuten eine 6:2-Führung vor.

Anschließend kamen die Gegnerinnen besser ins Spiel, bevor es Johanna Block vorbehalten war, mit dem Halbzeitpfiff aus 15 Metern einen Hüftwurf-Kracher zum 8:6 einzunetzen. Auch in der zweiten Hälfte konnten die Weserstädterinnen ihre Führung behaupten, obwohl sie mehrmals – unter anderem mit drei Strafwürfen – an der starken gegnerischen Torhüterin scheiterten. Dies änderte aber nichts am 11:9-Erfolg der „Rot-Schwarzen“.

Trainer Steve Kählke bilanzierte: „Dieses Spiel haben wir eindeutig in der Abwehr gewonnen, wo die Mädels hervorragend gearbeitet und unsere Vorgaben optimal umgesetzt haben. Grundsätzlich war unsere Angriffsleistung sehr gut.“

Auch in den beiden anderen Spielen ließen die HSG-Mädels nichts anbrennen und konnten den MTV Tostedt sowie die HSG Heidmark jeweils sehr deutlich mit 21:10 und 14:4 bezwingen. Kähklke: „Obwohl unsere rechte Angriffsseite mit den drei Linkshänderinnen zusammen mit den Kreisspielerinnen den Löwenanteil unserer Torausbeute erzielten, geht auch ein Lob an die Spielerinnen auf der linken Seite, die immer wieder hervorragend Lücken aufrissen, die die Mitspielerinnen dann zum Torabschluss nutzen konnten.“

HSG Nienburg: Cilveli, Garbe - Block 14, Brandes 4, Daake 8, Gröneveld 2, Hasenbeck 2, Hoffmann 4, Meyer 1, Neumann 7, Rosinski 2, Strutz 2.

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Erstellt:
6. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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