Liv Süchting (rechts) stand auch im vergangenen Jahr für die HSG Nienburg auf der Platte, als es um die Bundesliga-Qualifikation
ging. Beckedorf

Liv Süchting (rechts) stand auch im vergangenen Jahr für die HSG Nienburg auf der Platte, als es um die Bundesliga-Qualifikation ging. Beckedorf

Handball 24.05.2018 Von Die Harke

HSG-Mädels wollen ihren Traum leben

Handball: Nienburger A-Juniorinnen starten in die Bundesliga-Relegation mit drei Neuzugängen

Nienburg. An diesem Wochenende steht für die Handballerinnen der Nienburger A-Jugend die Relegationsrunde zur Bundesliga an. In Edemissen treffen die HSG-Mädels am Sonnabend auf Weder Bremen II, die HSG Osnabrück und einen Tag später auf den Thüringer HC Erfurt. Viele der Nienburgerinnen bestreiten ihr letzten Spiele bei den Juniorinnen und wollen jetzt für den ganz großen Wurf ausholen. Die Historie der vergangenen Jahre liest sich famos: Bronzeplatz bei den Landesmeisterschaften der C-Jugend, Landesmeistertitel und Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der B-Jugend und der Vize-Landesmeisterschaft im ersten A-Jugend-Jahr. Nun soll in den nächsten rund drei Wochen die Kirsche auf die Sahnetorte gesetzt werden.

HSG-Jugendwart Stefan Beckedorf blickt voraus: „Nachdem wir 2017 nur knapp gescheitert sind, wollen wir dieses Jahr die Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga packen.“ Trainer Janosch Rosenow ergänzt: „Für die Mädels ist das ein Traum, diese letzte Stufe zu erklimmen und im Konzert der ganz Großen mit dabei zu sein. Die tollen Erlebnisse rund um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft haben die Mädels angefixt. Das wollen sie unbedingt erleben.“

Am kommenden Wochenende steht in Edemissen im Kreis Peine die erste Relegationsrunde für den Bereich Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt/Thüringen/Sachsen auf dem Programm. In zwei Vierergruppen heißt es mindestens Zweiter zu werden, um am Sonntag, den 3. Juni in Groß Lafferde (ebenfalls Kreis Peine) in der zweiten Runde antreten zu dürfen. Dort wird ein direkter Platz für die Bundesliga vergeben.

Die Zweit- und Drittplatzierten der zweiten Runde haben am 9. und 10. Juni eine weitere Chance in einer bundesweiten Qualifikation; der Viertplatzierte scheidet aus. Zunächst liegt der Fokus der Nienburgerinnen auf den amtierenden Oberliga-Meister und Zweitliga-Nachwuchs vom SV Werder Bremen (Sonnabend, 10 Uhr), dem langjährigen Konkurrenten der HSG Osnabrück (14 Uhr) und dem Nachwuchs des aktuellen Deutschen Meisters Thüringer HC Erfurt (Sonntag, 12 Uhr).

In der andere Gruppe stehen sich die HSG Hannover-Badenstedt, der BV Garrel, der Nachwuchs des Bundesliga-Absteigers SG Rödertal/Radeberg (Sachsen) und der Nachwuchs des Bundesliga-Aufsteigers SV Union Halle-Neustadt (Sachsen-Anhalt) gegenüber.

Zur Vorbereitung ging es über Pfingsten zum Ulzburg-Cup nach Henstedt-Ulzburg. Bei diesem internationalen Turnier belegte das Team um Liv Süchting einen guten vierten Platz von insgesamt 16 Teams. Gegen den späteren Sieger Randesund IL aus Norwegen schied man im Halbfinale unglücklich im Siebenmeterwerfen aus. Erstmals im Kreis der Mannschaft waren hingegen die beiden Neuzugänge Lara Ruppelt (TSV Burgdorf) und Pia Böhlke (TSV Intschede) dabei.

Trainer Denis Tomanek freut sich über den Zuwachs: „Lara verstärkt uns zwischen den Pfosten. Sie hat in der letzten Saison per Zweitspielrecht beim VfL Wolfsburg bereits Erfahrungen in der Damen-Oberliga gesammelt und ist ein anderer Torwarttyp als unsere Keeperinnen Katharina Ottens und Julia Garbe. Außerdem steht uns Frauke Lücke in der Relegation nicht zur Verfügung, da dort Spielerinnnen mit Zweitspielrecht nicht eingesetzt werden dürfen.

Lara wird daher unser gutes Torwartteam optimal ergänzen. Rosenow fügt hinzu: „Pia war als möglicher Ersatz für Kreisläuferin Tjorven Noll ins Auge gefasst worden, da diese einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt geplant hat. Im Probetraining und beim Ulzburg-Cup hat sie uns jedoch so überzeugt, dass wir sie gerne in der Relegation dabei hätten.“ Dritter Zugang ist die Burgdorferin Nele Siering, die bereits seit Januar per Zweitspielrecht dabei war und nun komplett an die Weser wechselt. Tomanek: „Nele ist eine spielstarke und torgefährliche Rückraumspielerin mit einer Menge Potenzial. Wir freuen uns, dass sie jetzt ganz bei uns ist.“

Die Verantwortlichen der HSG freuen sich auf die kommenden Aufgaben: „Wir gehen jetzt mit 15 Spielerinnen und folglich einem starken Kader in die Relegationsspiele. Damit sind wir gut gerüstet, um uns am kommenden Wochenende das Ticket für die zweite Runde zu sichern. Natürlich wollen wir alle unseren Traum leben. Wir sind heiß auf weitere Highlights in unserer Meerbach-Arena.“

HSG Nienburg: Ottens, Ruppelt, Garbe – Nuttelmann, Block, Meier, Prange – Wolf, Süchting, C. Clasen, Siering, Hasenbeck, P. Clasen, Noll, Böhlke.

Das HSG-Trainergespann präsentiert zwei der drei Neuzugänge: Denis Tomanek, Lara Ruppelt, Pia Böhlke, Janosch Rosenow (von links). Holzmann

Das HSG-Trainergespann präsentiert zwei der drei Neuzugänge: Denis Tomanek, Lara Ruppelt, Pia Böhlke, Janosch Rosenow (von links). Holzmann

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Erstellt:
24. Mai 2018, 21:00 Uhr
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