An der Gedenkstätte (von links): Pastor i. R. Dieter Lichtblau, Genadij Prokofjew, Ludmilla Prokofjewa, eine unbekannte Besucherin und Irina Münzel. Lichtblau

An der Gedenkstätte (von links): Pastor i. R. Dieter Lichtblau, Genadij Prokofjew, Ludmilla Prokofjewa, eine unbekannte Besucherin und Irina Münzel. Lichtblau

Heemsen 25.11.2017 Von Nikias Schmidetzki

„Habt ihr keine Namen?“ – jetzt schon

Gäste aus Russland waren zur Eröffnung der Gedenkstätte Heemsen angereist

Feierlich ist die 59445, bis dahin bei vielen als „Russenfriedhof“ bekannt gewesen, am vergangenen Sonntag offiziell eröffnet worden. Zu Besuch waren auch Gäste aus Russland, die eine besondere Beziehung zu der Gedenkstätte haben. 740 im Zweiten Weltkrieg getötete Russen befinden sich auf dem Friedhof. Und nun sind dank großem ehrenamtlichem Engagement auch die Namen der Opfer dort verewigt. Die erste Begegnung mit Gästen aus Witebsk war am 9. Juli 1989 auf dem Friedhof mit Ludmilla Prokofjewa vom Komsomol und Sergej Galuso vom Jugendbüro Sputnik.

„Sie hatten die Partnerschaft mit Nienburg begründet und waren tief erschüttert und fragten: Wie konnte das geschehen? Und habt ihr keine Namen von den Toten? Darauf haben wir am Sonntag die Antwort gegeben. Wir kennen sie nun alle. Die Toten haben ihre Namen wieder“, schreibt Pastor i.R. Dieter Lichtblau.

Auch zu Gast bei der Einweihung war Irina Münzel: Sie hat vor sechs Jahren über die Aktion in Heemsen im Internet den Namen ihres Vaters erfahren und war mit Angehörigen auf dem Gräberfeld. Auf Einladung von Samtgemeindebürgermeister Fietze Koop war sie vor einer Woche nun wieder gekommen. nis/DH

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Erstellt:
25. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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