Hähnchenmaststall

Hähnchenmaststall

Arne Hildebrandt DH

Unabhängig

Der Bau eines Maststalls für 39?000 Hähnchen in Rodewald bewegt nach wie vor die Gemüter. Kritiker befürchten Lärm, Gestank und Keimbelastungen. Die erste Etappe hat Investor Carl-Heinz Näther (51) aus Rodewald jetzt geschafft: Ein 1,4 Kilometer langer und drei Meter breiter Wirtschaftsweg darf als Zufahrt genutzt werden. Dafür hat sich der Rat Rodewald in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Die Entscheidung war knapp gefallen. Die Befürworter sehen keine Möglichkeit, die Nutzung des Weges abzulehnen.

Für den Rat war es keine leichte Entscheidung, und der Druck auf die Ratsmitglieder ist groß. Das wurde in der anschließenden Bürgerfragestunde deutlich. Ein Rodewalder wollte vom CDU-Ratsherrn Fritz Thieße wissen, weshalb er dafür gestimmt habe und worin denn das öffentliche Wohl seiner Entscheidung liege? Er bezog sich auf die Kommunalverfassung, nach der Ratsmitglieder ihre Entscheidung mit Blick auf das öffentliche Wohl treffen sollen. Einzelne Ratsmitglieder dürften nicht vorgeführt werden Die Entscheidung sei demokratisch zustande gekommen, das müsse man akzeptieren, konterte SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Sommerfeld, der dagegengestimmt hat.

Bürgermeisterin Katharina Fick (WG) fügte hinzu: „Die Art und Weise, wie Einzelne in Leserbriefen angegriffen werden, ist der Entscheidungsfindung nicht zuträglich. Das fördert nicht die Unabhängigkeit des Rates.” Arne Hildebrandt