Nele Bier und Julia Häsemeyer (beide Klasse 7d) überzeugten mit
einem charmanten Vortrag einer Geschichte in Balladenform, dem
Wintergedicht. Nele hatte das Gedicht selbst verfasst. Volkhausen

Nele Bier und Julia Häsemeyer (beide Klasse 7d) überzeugten mit einem charmanten Vortrag einer Geschichte in Balladenform, dem Wintergedicht. Nele hatte das Gedicht selbst verfasst. Volkhausen

Nienburg 11.02.2018 Von Die Harke

Händel, Ed Sheeran und Eigenkompositionen

Musik- und Kulturabend der Nienburger Albert-Schweitzer-Schule begeistert das Publikum im voll besetzten Giebelsaal

Ein Musik- und Kulturabend der [DATENBANK=4419]Albert-Schweitzer-Schule[/DATENBANK] hat im voll besetzten [DATENBANK=3772]Giebelsaal[/DATENBANK] stattgefunden. Dabei begeisterten die Mädchen und Jungen des Nienburger Gymnasiums ihr Publikum. Die ASS berichtet über die Veranstaltung mit den vielfältigen Auftritten in einer Mitteilung wie folgt: „Die letzten Töne verklingen. Tosender Applaus brandet auf. Doch lange noch gehen einem die letzten Klänge von Viva la vida nicht aus dem Ohr. ‚I used to rule the world‘, heißt es im Original. Sucht man ein Motto für diesen Abend, so wird man hier fündig. Denn wenn die jungen Musiktalente der ASS vielleicht auch nicht die Welt beherrschten – den Giebelsaal ihrer Schule jedenfalls hatten sie an diesem Winterabend musikalisch fest im Griff!

Dieser Abend: Das war der traditionsreiche Musik- und Kulturabend der Albert-Schweitzer-Schule, der in der hereinbrechenden Winternacht deren Giebelsaal bis auf den letzten Platz mit Musik- und Kulturfans füllte. Eingeladen hatte die Fachgruppe Musik des Nienburger Gymnasiums. Zu sehen und – besser noch! – zu hören waren junge musikalische Talente der Schule, die in der Regel selbst gewählte Lieder, Kompositionen, Arien, Gedichte und Schauspielszenen vor großem Publikum darboten.

Selbst ausgewählt? Womöglich nach eigenem Musik- und Kulturgeschmack? Nein, nein, hier ist kein Anlass für Kulturpessimismus! Wer der heutigen Jugend alles zutraut, liegt damit gar nicht einmal falsch, jedenfalls nicht bei den jungen Musikern und Künstlern der ASS: Ob Klassik, Oper, Rock oder Pop, Filmmusik oder Musical, ob Gitarre, Klavier, Schlagzeug oder Blasinstrument, ob Ernstes oder Heiteres, Nachdenkliches oder Poetisches, Altes oder Neues – die Kultur kam im Giebelsaal zu wirklich bunter Blüte. Und das mitten im Winter!“

Bereits der Empfang habe sich für die Zuschauer erfreulich erwärmend gestaltet – dank der charmanten, teils koketten Moderation von Hanna Eggers und Caja Neumann. 17 Auftritte galt es zu einzuleiten. „Dank sachkundiger und informativer Würdigung der einzelnen Künstler konnte sich jeder im Publikum ein individuelles Bild der Personen auf der Bühne machen – ein schöner Rahmen für die Nachwuchskünstler, der dazu beitrug, dass die Zeit trotz der Vielzahl der Auftritte wie im Flug verging“, heißt es weiter.

Als Erster trat Colja Busch auf, Klasse 6e, der bereits viel Erfahrung mit Auftritten gesammelt hat: „Seine taktsichere Schlagzeugbegleitung zum Playback von Outside von Staind verriet viel über seine Freude an der Perkussion“, schreibt die Schule. Es folgte Lucy Trollope mit einer Interpretation von Ed Sheerans „Photograph“, sie wurde von Tobias Jentsch (6d) einfühlsam und passend auf der Gitarre begleitet.

Naike Schlüter (8a) versetzte das Publikum am Klavier flugs in die Zeit des Barocks. „Sie wagte sich an den sehr anspruchsvollen Kanon in D von Johann Pachelbel – und erntete reichlich Applaus.“

Kontrastreiches Programm

Einen hübschen Kontrast schuf anschließend die Bläsergruppe des Jahrgangs 6 unter der Leitung von Christina Hinzmann-Suckel, die ihre Africa-Suite darbot. „Der gewitzte Auftritt unterhielt nicht nur das Publikum – auch die Musiker selbst quittierten manchen Tierlaut mit sichtbarer Heiterkeit. Die Gruppe spielt seit der 5. Klasse zusammen und erarbeitet im Unterricht verschiedene Musikstücke.“

Genau wie die eingangs erwähnte Bläser-AG der Jahrgänge 5 bis 8 unter der Leitung von Elisabeth Vogels mit ihren Stücken „Pirates of the Caribbean“ und „Viva la vida“ verströmte auch dieser Nachwuchs große Freude am gemeinsamen Spiel und an den Instrumenten.

Für Gänsehautmomente im positiven Sinn sorgte die Stimme von Michelle Burau (9a) bei Christina Aguileras „Say something“. Oder die von Lena Michailoff (Jahrgang 12): Neben Regina Spektors Popsong „Samson“ trug sie Antonio Caldaras altitalienische Arie „Sebben crudele“ vor. „Absolut beeindruckend zu hören, wie die einen beträchtlichen Tonumfang und eine kunstvolle Gesangstechnik erfordernde Stückauswahl von Lena umgesetzt wurde.“

Nicht zu vergessen auch der Gesang von Sophie Gurtschmanns (10a): „Sie hatte sich Randy Newmans Ganz nah dran aus dem Musical ‚Küss den Frosch‘ ausgesucht. Das Publikum reagierte begeistert und zugleich verblüfft, als die zierliche Sängerin das Musicalstück mit einem phänomenalen Stimmvolumen vortrug.“

Natürlich kamen auch die Anhänger von Poesie und Theater auf ihre Kosten. Letzteres, das Schauspiel, ist eindeutig das Metier vom Kurs Darstellendes Spiel (Jahrgang 12) unter der Leitung von Andreas Busch. Kristin Löschner und Zozan Gürses spielten zwei aufeinander folgende Soloszenen, die Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen zeigten.

„Die von den Schülerinnen selbst verfassten Szenen spielen dabei mit der Provokation und der Banalisierung von tabubeladenen Themen.“

Zumindest einmal gelang an diesem Abend dem Winter dann wirklich der Durchbruch: Ein Wintergedicht nämlich hatte Nele Bier (7d) selbst verfasst. Zusammen mit Julia Häsemeyer (7d) verlieh „sie den Vorfällen und Stimmungen Stimme, unterstrichen von manch gelungenem körpersprachlichen Einfall“, wird berichtet.

Für satte zwei Stunden blühten noch viele andere musikalische Gewächse der ASS an diesem Winterabend, deren musikalische Pracht sicherlich vielen Zuhörern noch lange nicht aus dem Sinn gehen wird. Wer sie noch einmal hören – und sehen – möchte: Tobias Jentsch fertigt mit Lehrer Sebastian Henkel ein Video des Abends an, das sicher schon bald im Sekretariat der ASS auf begeisterte Musikfans wartet.

Nicht nur den Schlusspunkt, sondern ein musikalisches Ausrufezeichen setzte die Bläser-AG der Jahrgänge 5 bis 8 unter der Leitung von Elisabeth Vogels. Volkhausen

Nicht nur den Schlusspunkt, sondern ein musikalisches Ausrufezeichen setzte die Bläser-AG der Jahrgänge 5 bis 8 unter der Leitung von Elisabeth Vogels. Volkhausen

Warme Gedanken mitten im Winter bereitete die Bläsergruppe des Jahrgang 6 der Nienburger Albert-Schweitzer-Schule unter der Leitung von Christina Hinzmann-Suckel mit ihrer Africa-Suite dem Publikum im Giebelsaal. Volkhausen

Warme Gedanken mitten im Winter bereitete die Bläsergruppe des Jahrgang 6 der Nienburger Albert-Schweitzer-Schule unter der Leitung von Christina Hinzmann-Suckel mit ihrer Africa-Suite dem Publikum im Giebelsaal. Volkhausen

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11. Februar 2018, 21:00 Uhr
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