Der Eisbrecher Elera bahnt sich seinen Weg zum Bootsschuppen. Foto: Marc Henkel

Der Eisbrecher Elera bahnt sich seinen Weg zum Bootsschuppen. Foto: Marc Henkel

Nienburg 14.02.2021 Von Marc Henkel

Hafenschuppen durch Eis in Schieflage

Der Eisbrecher MS Elera unterstützt die Feuerwehr im Nienburger Hafen

Einen nicht alltäglichen Einsatz galt es am Samstag für die Feuerwehr Nienburg abzuarbeiten. Im Einsatz war dabei auch der Eisbrecher MS Elera.

Gegen 14.30 Uhr erreichte den Vorsitzenden der Interessenvereinigung der Ortsfeuerwehr Nienburg, Klaus Hanauer, ein Anruf. Der vereinseigene Bootsschuppen im Nienburger Hafen würde sehr schief stehen. Umgehend machte sich der Vorsitzende auf den Weg, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Tatsächlich war der Bootsschuppen in einer Schieflage. Durch die andauernden Minusgrade war das Hafenbecken zugefroren und Eisschollen drückten die Schwimmer immer weiter unter Wasser. Ein Anruf beim Ortsbrandmeister Thomas Cornelsen reichte, um 16 Einsatzkräfte gegen 15 Uhr am Hafen zu haben.

Mit Schlauchboot, Eisrettungsanzug und Werkzeug machen Einsatzkräfte das Eis kaputt, die der Eisbrecher nicht erreichte. Foto: Marc Henkel

Mit Schlauchboot, Eisrettungsanzug und Werkzeug machen Einsatzkräfte das Eis kaputt, die der Eisbrecher nicht erreichte. Foto: Marc Henkel

Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser hatten zufällig die Situation mitbekommen und boten umgehend einen Eisbrecher an, der sich in Landesbergen befand. Nach einer Erkundung vor Ort wurde das Angebot dankend angenommen.

Während der Eisbrecher auf der Anfahrt war, begannen die Einsatzkräfte mit Äxten und weiterem technischen Gerät, das Eis direkt am Schuppen aufzubrechen. Zusätzlich wurde ein Schlauchboot mit einem Eisschlitten vorbereitet, während zwei Feuerwehrleute in Eisrettungsanzüge stiegen. Diese Anzüge sollen die Einsatzkräfte vor Nässe und Kälte schützen, falls diese ins Wasser fallen sollten.

Wo der Eisbrecher nicht hinkam, war Handarbeit von der Feuerwehr gefragt.

Wo der Eisbrecher nicht hinkam, war Handarbeit von der Feuerwehr gefragt.

Nachdem der Eisbrecher MS Elera am Hafen eingetroffen war, entfesselte dieser seine ganze Kraft und brachte das Eis zum Brechen. „Mit atemberaubenden Manövern und Präzision steuerte das Schiff durch den Hafen und unterstützte maßgeblich die gesamte Aktion“, berichtet Feuerwehr-Sprecher Marc Henkel.

Während des Einsatzes am Hafen wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Einsatzort gerufen. Bei einem Behördengebäude an der Verdener Straße wurden plätschernde Geräusche wahrgenommen. Nach einer Erkundung durch den Brandmeister vom Dienst (BvD) wurde eine Steigleitung am Gebäude festgestellt. Diese hatte durch die Kälte einen Schaden genommen und verlor Wasser. Nachdem ein Verantwortlicher am Gebäude eingetroffen war, wurde die Leitung „abgeschiebert“ und der Einsatz war somit beendet.

Für die Einsatzkräfte am Hafen endete der ungewöhnliche Einsatz gegen 17 Uhr.

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Erstellt:
14. Februar 2021, 10:12 Uhr
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