Gegen den THW Kiel wird auf den Mindener Abwehrverbund um Lucas Meister (vorn) und Routinier Christian Zeitz jede Menge Arbeit zukommen. Foto: Nussbaum

Gegen den THW Kiel wird auf den Mindener Abwehrverbund um Lucas Meister (vorn) und Routinier Christian Zeitz jede Menge Arbeit zukommen. Foto: Nussbaum

Minden 10.06.2021 Von Syam Vogt

Handball-Bundesliga: GWD Minden erwartet den angeschlagenen THW Kiel

Erstmals wieder mit Zuschauern

Am morgigen Samstag wartet auf die Bundesliga-Handballer von GWD Minden mit dem THW Kiel ein taumelnder Boxer und die sind ja bekanntlich am gefährlichsten. Um 20.30 Uhr erfolgt der Anwurf in der Lübbecker Stadtsporthalle; erstmals wieder mit Zuschauern.

Nach drei Niederlagen in Folge (gegen Leipzig, Magdeburg und den Bergischen HC) soll nun gerade gegen den Rekordmeister aus Schleswig-Holstein die Wende eingeleitet werden.

Ein Argument, warum es gerade jetzt gegen die Übermacht aus dem Norden klappen sollte, ist die derzeitige Form des Rekordmeisters. Die Kieler verloren zuletzt ihre Pokal-Halbfinalbegegnung gegen den TSV Lemgo und auch im Meisterschaftsrennen erlitt die Truppe um Nationalspieler Patrick Wiencek und Co. gegen den SC Magdeburg einen weiteren gewaltigen Dämpfer.

GWD-Coach Frank Carstens sieht sein Team trotz dessen als klaren Außenseiter: „Die Statistik spricht nicht für uns. Kiel darf sich im Meisterschaftsrennen keine Fehler mehr erlauben, das könnte unsere Chance sein und zusätzlichen Stress erzeugen.“ Es benötige wieder einen harten Kampf und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten, um gegen die Nordlichter zu bestehen. Die Mindener haben in der jüngsten Vergangenheit bereits gezeigt, dass sie gegen den THW gute Partien abliefen, können.

Um den Defensivverbund inklusive dem Loccumer Keeper Malte Semisch macht sich der Übungsleiter keine Sorgen: „Unser Rückzugsverhalten wird entscheidend sein. Zuletzt hatten wir Probleme mit ihrem Kiels Tempospiel. Ihre Dynamik in der Mitte mit Domago Duvnjak und Kreisläufer Hendrik Pekeler ist überragend.“ Das GWD-Gefüge setzt vor allem auf den Kick durch die Zuschauer, um das „Wunder zu schaffen“ und sich gerade für die Crunch-Time im Saisonendspurt für den drohenden Abstiegskampf einen Zusatzpunkt zu erarbeiten.

Benötigt wird vor allem eine deutlich bessere Abschlussnote, gerade vom Kreis zeigten sich die Ostwestfalen zuletzt wenig treffsicher. Offensiv wurde bei GWD der Hebel angesetzt und nun auch an der Qualität der Vorbereitung der Chancen gearbeitet werden.

Personell stehen bis auf Miro Schluroff (umgeknickt), Doruk Pehlivan (Knieprobleme) und Max Starr alle anderen Akteure im Vollbesitz ihrer Kräfte. Ob das Trio rechtzeitig wieder einsatzbereit ist, werden die abschließenden Trainingseinheiten zeigen.

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Erstellt:
10. Juni 2021, 19:25 Uhr
Lesedauer:
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