Der Handball ruht: Die im Herbst begonnene Saison wird nicht fortgesetzt. Foto: Adobe Stock

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Hannover 17.02.2021 Von Die Harke

Handball-Saison abgebrochen

Niedersächsischer Verband beschließt Saisonende im Umlaufverfahren – Aufsteiger aus Oberligen sollen ermittelt werden

Der Ankündigung folgte jetzt die Umsetzung: Der niedersächsische Handball-Verband hat die im Oktober begonnene Spielzeit offiziell abgebrochen. Im Umlaufverfahren und einstimmig haben die Mitglieder des Präsidiums des HVN am Dienstagabend einstimmig für den Abbruch der Saison 2020/21 im Erwachsenen- und Jugendspielbetrieb votiert.

Die Entscheidung hatten Präsident Stefan Hüdepohl und Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof bereits am Montag angekündigt.

„Die Saison 2021/22 wird in der Zusammensetzung und gegebenenfalls auch in den Staffeleinteilungen gespielt, wie die Saison 2020/21 geplant wurde“, heißt es im Beschluss wörtlich. Absteiger gibt es demnach nicht. Mögliche Aufsteiger können voraussichtlich lediglich in den Oberligen der Frauen und Männer ermittelt werden, sofern dies vom Deutschen Handballbund im Rahmen der Bundesratssitzung am 8. März beschlossen wird. Sollten dem HVN danach Aufstiegsrechte zugestanden werden, werden die Vereine der Oberligen Frauen und Männer gesondert über die Zulassungsvoraussetzungen informiert.

Keine Absteiger, Aufsteiger in Oberligen möglich

HVN-Vizepräsident Jens Schoof erklärt bereits im Vorfeld: „Wir starten in den nächsten Wochen eine Abfrage bei den Vereinen der Oberligen der Frauen und Männer, um die Bereitschaft zur Teilnahme einer Aufstiegsrunde abzufragen.“ Aufgabe des Handball-Verbandes sei es dann, einen Modus zur Ermittlung der Aufstiegsplätze zu erarbeiten; in den auch Hygiene- beziehungsweise Testkonzepte einfließen müssten.

Abgesehen von den Oberligen wird es in allen weiteren Spielklassen definitiv keine Aufsteiger geben.

Für den Fall, dass die Deutsche Meisterschaft der weiblichen und männlichen B-Jugend in der Saison 2020/21 ausgetragen wird, stehen dem HVN jeweils zwei Startplätze zur Verfügung. Über die möglichen Qualifikationsvoraussetzungen werden die Vereine gesondert informiert. Der HVN behalte sich mit Blick auf den Meldeschluss am 26. April vor, über die Vergabe der Startplätze auch ohne Qualifikationsspiele allein nach sportlichen Gesichtspunkten zu entscheiden.

Gegen diese Entscheidung kann binnen zwei Wochen nach Zugang Einspruch eingelegt werden. Dieser ist schriftlich einzulegen und zu begründen beim Verbandssportgericht: Jens Mönkemeyer, Trift 31, 29221 Celle.

Breite Unterstützung für Abbruch

Vorausgegangen war der Mitteilung des Präsidenten ein Online-Austausch der Spitzenvertreter des Handball-Verbandes Niedersachsen gemeinsam mit denen der Gliederungen. Die Gliederungen des Verbandes wollen sich einvernehmlich dem anvisierten Präsidiumsbeschluss anschließen, hieß es am Montagabend. Dem Austausch mit den Vertretern der Gliederungen waren welche mit den Vertretern der Ober- und Verbandsligen sowie eine schriftliche Abfrage der Landesliga- und Landesklassen-Vereine vorausgegangen. Allein von den 164 teilnehmenden Vertretern der Landesliga- und Landesklassen-Vereine hatte sich knapp 90 Prozent dafür ausgesprochen, die Saison abzubrechen beziehungsweise auf eine Wertung zu verzichten.

HVN-Präsident Stefan Hüdepohl begründete abschließend: „Die überwältigende Mehrheit der Regionen und der Vereine unterstützt den Abbruch, fordert gleichzeitig auch Perspektiven, den Handballsport wieder zu betreiben.“ Das Ziel müsse sein, zumindest zurück ins Training zu kommen, „um dann Spiele auf freiwilliger Basis in engen regionalen Grenzen nötigenfalls auch auf Rasen oder im Sand zu organisieren.“

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Erstellt:
17. Februar 2021, 16:53 Uhr
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