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Durch kranke Fundtiere werden auch andere Katzen im Tierheim angesteckt. Dadurch kommt es gerade zur nasskalten Jahreszeit immer wieder zu einem hohen Krankenstand. Foto: Stecklein

Durch kranke Fundtiere werden auch andere Katzen im Tierheim angesteckt. Dadurch kommt es gerade zur nasskalten Jahreszeit immer wieder zu einem hohen Krankenstand. Foto: Stecklein

Nienburg 18.11.2019 Von Kristina Stecklein

Handeln, nicht diskutieren

Guten Tag

Es kann so einfach sein: Eine der ersten Amtshandlungen des Verdener Bürgermeisters Lutz Brockmann 2011 war die Kastrationsverordnung. Ohne große Diskussion, eine zügig beschlossene Sache.

„Überstürzt“ würde vielleicht manch einer sagen, doch die Praxis zeigt, dass es funktionieren kann – selbst ohne hohe Bußgelder und ständige Kontrollen. Ich würde mir wünschen, die Stadt Nienburg schneidet sich ein Scheibchen dieser Entscheidungsfreudigkeit ab.

Durch eine Verordnung würde das Bewusstsein für ein Tier steigen. Wer anfüttert, soll sich auch um den wichtigen Rest kümmern. Das betrifft allen voran Menschen auf dem Land, aber auch jeden Bürger in der Stadt. Denn sonst wird aus einer angefütterten Katze eine Zweite und mit Katzenkindern schließlich schnell eine Situation, die komplett aus den Fugen gerät. Immer dann muss das Tierheim herhalten.

Doch auch ein Tierhalter muss sich in der Pflicht sehen, seine Freigänger-Katzen zu kastrieren. Alles andere ist unverantwortlich. Die Jungtiere verenden, landen auf der Straße oder werden in Kartons ausgesetzt. Ein kurzes Leben voller Leid. Das hat nun wahrlich kein Wesen auf dieser Erde verdient. Jedes Jahr kommen Tausende von Tieren dazu.

2012 hatten die Kooperationsfraktionen von SPD, Grünen und WG auf Initiative der Grünen bereits einen Antrag für die Einführung einer Verordnung eingereicht. 2014 gab es einen neuen Ansatz. Seitdem wird diskutiert – und diskutiert. Dabei ist jeder Tag ein Tag zu viel.

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Erstellt:
18. November 2019, 11:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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