Arne Hildebrandt DH

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Handwerker

Geduldsspiel

Wartezeiten wie beim Arzt: Wer einen Handwerker braucht, muss mitunter Geduld haben. Hintergrund: Die Firmen können sich vor Aufträgen nicht retten. Erschwerend kommt hinzu: Viele Firmen suchen händeringend Mitarbeiter. Geringe Zinsen, unsichere Finanzlage: Die Leute investieren ihr Geld lieber in ihre Häuser, sagte Kreishandwerksmeister Thomas Gehre gestern beim Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft Diepholz/Nienburg.

Wer schnell den Monteur für die kleine Reparatur braucht, bekommt ihn sicherlich. Doch bei größeren Aufträgen hapert es. Ich habe es selbst erlebt: Drei Monate Wartezeit hatte der Pflasterer schon von vornherein in Aussicht gestellt. Drei Monate vergingen, doch der Handwerker ließ sich nicht blicken. Kein Anruf, nichts. Ein Maler schickte zwar sein Angebot, erhielt auch den Zuschlag. Doch gestrichen hat er nicht. Den Auftrag erhielt schließlich der örtliche Maler. Den musste ich zwar noch einmal an den Auftrag erinnern, doch dann ging alles schnell und gut.

Eine gute Erfahrung hat mein Kollege gemacht. Als jetzt seine Heizung ausfiel, gab ihm der Monteur erst einmal Tipps am Telefon, wie er sie wieder in Gang b ringt. „Das ist doch ein guter Service”, freute er sich. Leider half es nichts, der Monteur musste trotzdem kommen.

Arne Hildebrandt

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Erstellt:
14. Januar 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

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