Freilaufende Hunde – eine Gefahr nicht nur für Rehe. Foto: pb press - stock.adobe.com

Freilaufende Hunde – eine Gefahr nicht nur für Rehe. Foto: pb press - stock.adobe.com

Nienburg 15.02.2021 Von Holger Lachnit

Harte Zeiten für das Wild

Guten Tag – ein Kommentar

Vor wenigen Tagen machten Spaziergänger in Holtorf eine traurige Entdeckung: Ein Rehkitz hing tot in einem Wildzaun. Eine herbeigerufene Jägerin stellte wenig später fest, dass das Tier von Hunden zu Tode gehetzt worden war. Die Spuren im Schnee seien eindeutig gewesen.

Die Fachfrau bittet deshalb alle Hundebesitzer inständig, ihre Vierbeiner nur dann freilaufen zu lassen, wenn sie wirklich Einfluss auf ihre Tiere haben: „So schön es auch sein mag, die Hunde jetzt auf den großen Schneeflächen herumtollen zu lassen, so gefährlich ist es für das Wild.“

Dabei gehe es weniger um die Gefahr von Wildrissen, das sei eher die Ausnahmen, aber: „Für das Wild sind gerade ganz harte Zeiten angebrochen: Wegen der geschlossenen Schneedecke findet es weniger Nahrung. Und da Wind, Schnee und Frost viele Pflanzen auf den Boden gedrückt haben, fehlt auch die Deckung.“

Deshalb dürfe das Wild nicht durch frei laufende Hunde aufgescheucht werden, da es jedes Bisschen Energie zum Überleben brauche. Das gelte nicht nur für Rehe, sondern auch ganz besonders beispielsweise für Hasen. Verantwortungsvolle Hundehalter sollten den Appell der Jägerin unbedingt beherzigen.

Doch auch das veränderte Freizeitverhalten in Coronazeiten beeinträchtigt das Wild: Derzeit sind so viele Spaziergänger unterwegs wie selten zuvor. Das sorgt für zusätzlichen Stress in der Tierwelt. Förster bitten deshalb darum, die Waldwege nicht zu verlassen und Hunde im Wald an der Leine zu führen.

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Erstellt:
15. Februar 2021, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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