Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten aus den Kommunen des Landkreises Nienburg (von links): Petra Bauer (Landkreis), Charlene Lammers (Steimbke), Lena Tönjes (Marklohe), Irina Meier (Liebenau), Ursula Priggen–de Riese (Grafschaft Hoya), Susanne Jaretzke (Mitarbeiterin Kreisverwaltung), Anke Lampe (Stadt Rehburg-Loccum), Stephanie Schuberth (Heemsen) und Heike Siegel (Mittelweser). Landkreis

Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten aus den Kommunen des Landkreises Nienburg (von links): Petra Bauer (Landkreis), Charlene Lammers (Steimbke), Lena Tönjes (Marklohe), Irina Meier (Liebenau), Ursula Priggen–de Riese (Grafschaft Hoya), Susanne Jaretzke (Mitarbeiterin Kreisverwaltung), Anke Lampe (Stadt Rehburg-Loccum), Stephanie Schuberth (Heemsen) und Heike Siegel (Mittelweser). Landkreis

Landkreis 13.07.2019 Von Die Harke

Hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte gefordert

Treffen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Nienburg und „Frau und Wirtschaft“

Jetzt trafen sich die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und Städte des Landkreises Nienburg zu einer Klausurtagung im Rathaus Hoya. Dorthin hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, Ursula Priggen-de Riese, ihre Kolleginnen eingeladen. Diese Klausurtagung ist nach Angaben von von Petra Bauer, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, für die haupt-, neben- und ehrenamtlichen Kolleginnen ein wichtiger Termin und zum Bestandteil ihrer Arbeit geworden, um gleichstellungspolitische Themen und Planungen für gemeinsame Aktivitäten aufzunehmen.

„In diesem Jahr konnte ich Kolleginnen aus allen Kommunen zu dieser Klausurtagung einladen“, teilt Bauer mit. Um zielgerichtet zu arbeiten, erstellten die Gleichstellungsbeauftragten eine Liste, unter anderem mit folgenden Themen: Mentoring-Programm „Frau.macht.Demokratie.“, Informationen zu aktuellen Rentenreformen – besonders bei der Mütterrente, Ausstellung „Mütter des Grundgesetztes“, Planung einer Veranstaltung zum dritten Geschlecht, Erstellung eines Informationsflyers zum Steuerklassenmodell, Planungen der Aktion „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ anlässlich des Tages ‚Nein zu Gewalt an Frauen‘ am 25. November sowie weitere Themenstellungen.

In der Prioritätenliste seien das Mentoring-Programm sowie die Fragen zur Mütterrente von den Beauftragten nach oben gesetzt worden, gefolgt vom Informationsflyer zum Steuerklassenmodell IV/IV mit Faktor sowie die Planung einer Veranstaltung zum Thema „Das dritte Geschlecht“.

Im Zusammenhang mit dem im August niedersachsenweit beginnenden Mentoring-Programm „Frau.macht.Demokratie.“ teilte Bauer mit, dass sich im Landkreis Nienburg sieben Tandems für das Programm angemeldet haben. Ein Tandem setzt sich aus einer an kommunaler Politik interessierten Frau (Mentee) und einer bereits praktizierenden Kommunalpolitikerin oder einem Kommunalpolitiker (Mentorin/Mentor) zusammen. „Ich freue mich, dass der Landkreis Nienburg mit sieben Tandems am Mentoring-Programm teilnimmt“ sagt Bauer.

Zum Themenschwerpunkt „Informationen zu aktuellen Rentenreformen, besonders der Mütterrente“ hatte Priggen-de Riese die Rentenberaterin Annedore Niemann eingeladen. Sie gab den Gleichstellungsbeauftragten einen Überblick über die aktuellen Veränderungen, die gerade auch für Frauen zum Beispiel im Hinblick auf die Mütterrente relevant sein könnten.

Niemann bat die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten darum, sich als Multiplikatorinnen zu verstehen und Frauen zu empfehlen, sich frühzeitig Gedanken zur Rente zu machen und einen persönlichen Termin bei der Rentenberatung zu nutzen.

Ebenfalls Teilnehmerin in der Runde der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten war Katrin Fedler von der Koordinierungsstelle „Frau und Wirtschaft“. Im Austausch ging es um die bereits guten Kontakte und Kooperationen zwischen der Koordinierungsstelle und den Gleichstellungskolleginnen sowie den Kommunen an sich. Auch für 2020, dem Jubiläumsjahr von „Frau und Wirtschaft“, werde es gemeinsame Angebote geben. Erste Planungen wurden erarbeitet.

Zum Abschluss der Klausur besuchte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer den Arbeitskreis Gleichstellung. Die Gleichstellungsbeauftragten stellten sich und ihre Aufgaben vor. So machte Bauer darauf aufmerksam, dass ehrenamtliche Kolleginnen für einen Klausurtag Urlaub nehmen müssten, da sie hauptberuflich in einem anderen Arbeitsfeld tätig seien. Bauer fordert: Die Ehrenamtlichkeit in der kommunalen Gleichstellungsarbeit sollte abgeschafft werden.

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Erstellt:
13. Juli 2019, 14:17 Uhr
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