Das Anschlussstück für den neuen Leitungsabschnitt wird montiert. Foto: Heckmann

Das Anschlussstück für den neuen Leitungsabschnitt wird montiert. Foto: Heckmann

Warmsen 24.03.2020 Von Die Harke

Hauptwasserleitung läuft jetzt am Baugebiet vorbei

Warmsen: Anschluss von Teilstück erfolgt trotz Corona-Krise

„Dass pünktlich zum Welt-Wassertag ein neues Teilstück der sogenannten Haupttransportleitung für den Nienburger Südkreis angeschlossen wurde, ist Zufall“, sagte Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Wasserverband Nienburg-Süd: „Wir wollten das Projekt zügig umsetzen. Der neue Abschnitt ist für die weitere Entwicklung Warmsens von großer Bedeutung.“

Bislang verlief die vom Wasserwerk Blockhaus in Liebenau nach Diepenau führende Haupttransportleitung im Raum Warmsen durch das neue Baugebiet. Um die bauliche und gewerbliche Entwicklung Warmsens nicht zu behindern - unter anderem soll in dem Bereich auch die neue Rettungswache des DRK angesiedelt werden - verlegte der Wasserverband Nienburg-Süd die Leitung auf einer Länge von 400 Metern aus dem Baugebiet heraus und erneuerte den Abschnitt zugleich.

Scheinbar unbeeindruckt gingen das Team des Wasserverbands und das bauausführende Unternehmen auch während der Corana-Krise ihrer Arbeit nach. An der Baustelle wurde genau auf Abstand geachtet und ferner schauten niemals zwei Menschen gemeinsam auf einen Plan.

„Der Kreisverband für Wasserwirtschaft und die von ihm betreuten Verbände sind in einem riesigen Gebiet für die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung und den Gewässerunterhalt zuständig“, erläuterte Oltmann. „Die Einbindung des neuen Leitungsabschnitts ist für sich genommen nicht zeitkritisch. Aber: Wenn wir die Leitung jetzt nicht verlegen, stockt die Entwicklung des Baugebiets – samt der neuen Rettungswache des DRK. Maßnahmen, die wir jetzt nicht umsetzen, holen uns irgendwann ein.“

Wenn wir die Leitung jetzt nicht verlegen, stockt die Entwicklung des Baugebiets – samt der neuen Rettungswache des DRK. Maßnahmen, die wir jetzt nicht umsetzen, holen uns irgendwann ein.

Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Wasserverband Nienburg-Süd

Mit Blick auf die Corona-Pandemie profitiert der Verband nach eigener Aussage von dem Umstand, dass Joachim Oltmann seit mehr als 20 Jahren Schulungsbeauftragter der Bundeswehr an deren Ausbildungszentrum Technik ist. Dort ist es seine Aufgabe, den für die bundeswehrinterne Trinkwasserversorgung Zuständigen alles rund ums Thema zu vermitteln – von der Wassergewinnung über Aufbereitung und Hygiene bis zur Pflege von Brunnen, Rohrnetzen und Leitungen.

In Bezug auf Corona betonte auch Geschäftsführer Gaylord Kurre die Leistungen des Wasserverbandes in Sachen notwendige Daseinsvorsorge: „Zum einen sind wir genauso betroffen wie jeder andere auch. Als Unternehmen, aber auch jeder Einzelne. Trotzdem bleibt es ist unsere Aufgabe, im Interesse von Bevölkerung und Wirtschaft in allen unseren Bereichen die Funktionalität sicherzustellen. Wir setzen andere Prioritäten, aber wir können jetzt nicht beispielsweise monatelang die Gewässerunterhaltung oder die Deichpflege einstellen und dann Ernteausfälle durch Überschwemmungen riskieren. Auch die Abwasserentsorgung muss sichergestellt bleiben.“

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Erstellt:
24. März 2020, 09:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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