Volker Selent (links) und Martin Peter (rechts) von der Gewerkschaft Verdi mit Bad-Geschäftsführer Olaf Seemeyer. Bäder-GmbH

Volker Selent (links) und Martin Peter (rechts) von der Gewerkschaft Verdi mit Bad-Geschäftsführer Olaf Seemeyer. Bäder-GmbH

Nienburg 11.05.2018 Von Die Harke

Haustarifvertrag für Bäder-Gesellschaft

„Wesavi“-Geschäftsführer und Verdi-Verhandlungsführer froh über Vertragsabschluss nach eineinhalb Jahren

Die städtische Nienburger Bädergesellschaft und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen Haustarifvertrag verständigt. Geschäftsführer Olaf Seemeyer und die Verdi-Verhandlungsführer Martin Peter und Volker Selent sind nach eigenen Worten froh, die harten, aber fair geführten Verhandlungen nach eineinhalb Jahren hinter sich zu haben. „Die Gespräche waren konstruktiv und lösungsorientiert“, sagt Seemeyer. Peter berichtet von einem positiven Ergebnis. Ab sofort wird die Arbeitszeit von der 40-Stunden-Woche in zwei Schritten bis 2020 auf 39 Stunden reduziert. Rückwirkend wird eine Einmalzahlung für die Beschäftigten wirksam. Eine bisher nicht gewährte Jahressonderzahlung wird auf Dauer zugestanden.

Die Entgelterhöhungen sind in drei Schritten zum 1. September 2018 und 2019 sowie zum 1. März 2020 festgeschrieben. Die unteren Entgeltgruppen partizipieren an einer zusätzlichen Einmalzahlung von jeweils 125 Euro in 2018 und 2019. Hinzu kommt die Einführung einer einheitlichen Tabelle ab sofort. „Noch in diesem Jahr wird zusätzlich eine betriebliche Altersversorgung für die Beschäftigten abgeschlossen“, teilt die Bäder-Gesellschaft mit: „Die Urlaubstage erhöhen sich Schritt für Schritt auf 28 Tage in 2018, 29 Tage in 2019 und 30 Tage in 2020.“

Drei Beschäftigte waren vor zwei Jahren ins Büro von Verdi-Sekretär Selent gekommen. Sie hatten nach Selents Worten Rat gesucht, weil sie mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden waren.

„Wir waren uns der wirtschaftlichen Situation des ,Wesavi‘ bewusst, dem Arbeitgeber dagegen unsere gewerkschaftliche Handlungsfähigkeit“, sagt Selent, der froh ist, die Sache ohne Streik gelöst zu haben. Peter: „Die Schere zum öffentlichen Dienst wurde nicht geschlossen, aber deutlich verkleinert.“

Seemeyer begrüßt die lange Laufzeit, mit der er Planungssicherheit hat. Der Haustarifvertrag kommt ihm entgegen: „Die Mitarbeitenden brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, gerade mit Blick auf die Entlohnung.“

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Erstellt:
11. Mai 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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