Mit Aktionen wie „Bauer sucht Besucher“ ermöglichte das Landvolk Mittelweser authentische Einblicke in die Landwirtschaft.Foto: Suling-Williges

Mit Aktionen wie „Bauer sucht Besucher“ ermöglichte das Landvolk Mittelweser authentische Einblicke in die Landwirtschaft. Foto: Suling-Williges

Landkreis 22.04.2021 Von Die Harke

Hautnahe Einblicke im Schweinestall

Landwirte zeigen, woher Lebensmittel kommen / 52 Veranstaltungen auf Höfen

Corona zum Trotz: „540 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bei 52 Veranstaltungen landwirtschaftliche Betriebe in der Region kennengelernt“, berichteten Dorit Döhrmann und Regine Suling-Williges. Sie betreuen das Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ aus dem Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen und Bremen – „Pfeil 2014 bis 2020“ – beim Landvolk Mittelweser, das regionaler Bildungsträger dieser Initiative ist.

Kindergartengruppen, Schulklassen und erwachsene Gäste erlebten, wie Nutztiere gehalten werden und woher Lebensmittel kommen. Besonderer Beliebtheit erfreute sich die „Bauer sucht Besucher“-Veranstaltung in dem Betrieb von Britta Kaiser und Karsten Kehlbeck in Bassum-Nienstedt. Fast 50 Anmeldungen von Menschen aus der Region gab es, die sich in zwei Gruppen aufgeteilt hatten und unter Einhaltung aller geltenden Abstands- und Hygieneregeln in den Ställen umsahen. Und sich wunderten, als plötzlich eine Sau an ihnen vorbeimarschierte.

Dass der Landwirt seine tragenden Sauen auf Stroh hält, kam bei den Gästen gut an. Er zeigte ihnen aber auch, wo die Tiere sich bei heißen Sommertemperaturen sehr viel lieber aufhalten: Denn dann würden es sich diese im Spaltenbereich bequem machen, der beide Stallteile miteinander verbindet. „Es geht darum, wie und nicht wie viele Tiere man hält“, erläuterte der Landwirt, der den Besuchern Rede und Antwort stand.

Eine Lehrerfortbildung fand in Zusammenarbeit mit der Ländlichen Erwachsenenbildung und dem Kreisverband der Landfrauenvereine Grafschaft Hoya auf dem Hof der Familie Wiese in Twistringen statt. Dort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern an einem Vormittag einen Einblick in einen konventionellen und auch in einen Bio-Legehennenbetrieb.

Das Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ unterstützt das Engagement der Landwirte laut Landvolk Mittelweser mit einer kleinen Aufwandsentschädigung. Döhrmann und Suling-Williges hoffen, dass die Corona-Lage es ab dem Frühjahr wieder möglich macht, landwirtschaftliche Betriebe in der Region zu entdecken.

Wer mit einer Gruppe einen Bauernhof in seiner Region besuchen will, kann sich unter Telefon (0 42 42) 5 95 55 oder per E-Mail an r.suling@landvolk-mittelweser.de an das Landvolk Mittelweser wenden.

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Erstellt:
22. April 2021, 19:33 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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