Die neue Brücke über die Alpe: Das Geländer wird angebaut. Fotos: Heyer

Die neue Brücke über die Alpe: Das Geländer wird angebaut. Fotos: Heyer

Lichtenhorst 26.10.2020 Von Die Harke

Heimatverein baut Brücke über die Alpe

Lichtenhorster stellen in Eigenleistung und mit Unterstützung von Samtgemeinde und NLWKN Verbindung her

Die Fußgängerbrücke über die Alpe in Lichtenhorst wurde 2017 nach einer Brückenprüfung durch die Samtgemeinde Steimbke gesperrt. „Eine beliebte, historische Verbindung, die als Wander- und Radweg über Jahrzehnte im Verlauf der Alten Celler Heerstraße genutzt wurde, stand plötzlich nicht mehr zur Verfügung“, teilt der Lichtenhorster Fritz Heyer mit.

Diese traditionelle Verbindung im Verlauf des historischen Postkutschenwegs nach Celle war vielen Lich-tenhorster Bürger in ihren Kinderjahren ein beliebter Anziehungspunkt. Erste Planungen für den Neubau beliefen sich im sechsstelligen Bereich. Damit war eine Erneuerung der Querung nicht verhältnismäßig und undenkbar geworden.

Ratsherr Norbert Richter wollte aber, wie viele andere Lichtenhorster, das Projekt nicht so schnell aufgeben und regte Überlegungen an, wie es doch zu einem Neubau kommen könnte.

Gespräche mit dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) führten dazu, dass ein Zuschuss in Aussicht gestellt wurde, da der NLWKN auf der anderen Uferseite eine Messstelle unterhält und ohne einen Übergang an dieser Stelle große Umwege in Kauf genommen werden müssten.

Beratungen mit dem Bauamt der Samtgemeinde Steimbke führten dann dazu, dass sich eine erhebliche Kostenreduzierung für einen Neubau ergeben würde, wenn der neu gegründete Heimatverein Lichtenhorst die Brücke bauen würde. Dem Vorschlag konnte der Rat der Gemeinde Steimbke einstimmig zustimmen, da die Kosten für einen Neubau durch die Eigenleistungen des Heimatvereins nur noch etwa ein Drittel der ehemals veranschlagten Kosten betragen würden.

Die Planung wurde dem Architekturbüro Corinna Bruns übertragen, und die vorbereitenden Gewerke wie Rückbau der alten Brücke, Gründungs- und Fundamentarbeiten, Herstellen der Zuwegung und Absturzsicherungen wurden vom Heimatverein ausgeführt. Ein Stahlbauunternehmen aus Bergen hatte schon viele Messstege für den NLWKN erstellt und konnte auch für diese Brücke mit einem soliden Angebot aufwarten.

„Noch ist die neue Brücke nicht freigegeben, es folgen noch Restarbeiten bis zur endgültigen Abnahme. Wegen der derzeitigen Situation kann es leider keine große Übergabefeier geben“, teilt Fritz Heyer abschließend mit.

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Erstellt:
26. Oktober 2020, 17:52 Uhr
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