Weil das Museum an der Allee keine Entwicklungsmöglichkeiten
bietet, hofft der Bürger- und
Heimatverein auf einen baldigen Umzug in die Schulstraße 5. Noch wird die Immobilie allerdings als Flüchtlingsunterkunft
vorgehalten. Büsching

Weil das Museum an der Allee keine Entwicklungsmöglichkeiten bietet, hofft der Bürger- und Heimatverein auf einen baldigen Umzug in die Schulstraße 5. Noch wird die Immobilie allerdings als Flüchtlingsunterkunft vorgehalten. Büsching

Stolzenau 27.03.2017 Von Annika Büsching, Von Die Harke

Heimatverein kritisiert „Schwebezustand“

Umzug in die Schulstraße nach wie vor nicht sicher / Pflege des Bahnhofsgeländes: Vorsitzender sieht „Stolzenau packt an“ in der Pflicht

Wann darf der Bürger- und Heimatverein „[DATENBANK=623]Wir Stolzenauer[/DATENBANK]“ das ehemalige Schulgebäude in der Schulstraße beziehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins. Eine für den Verein befriedigende Antwort gab es nicht. Weil das Heimatmuseum an der Allee aus allen Nähten zu platzen droht, hatten Verein und Gemeinde die bis dato leerstehende Schulstraße 5 als neues Domizil auserkoren. Doch zu einem Umzug kam es bislang nicht, weil die Immobilie umgebaut wurde und nun als Flüchtlingsunterkunft vorgehalten wird. Samtgemeindebürgermeister [DATENBANK=74]Jens Beckmeyer[/DATENBANK] zufolge soll dies noch bis zum Herbst der Fall sein. Bis heute wurden keine Flüchtlinge in dem ehemaligen Schulgebäude untergebracht. Eine Entscheidung über eine alternative Nutzung steht noch aus.

„Unverständnis herrscht allerdings hinsichtlich des ständigen Vertröstens auf einen vielleicht später möglichen Umzug. Einen solchen Schwebezustand hat der Verein mit seinen Mitgliedern und ihrem ehrenamtlichen Engagement nicht verdient.“

Heimatvereinsvorsitzender [DATENBANK=624]Hans-Jürgen Rudolph[/DATENBANK] betont, dass der Bürger- und Heimatverein seinerzeit politische Zwänge und Notwendigkeiten der Gemeinde respektiert und Verständnis dafür gehabt habe, dass die angedachten Räumlichkeiten zunächst einer anderen Nutzung zugeführt werden mussten. „Unverständnis herrscht allerdings hinsichtlich des ständigen Vertröstens auf einen vielleicht später möglichen Umzug. Einen solchen Schwebezustand hat der Verein mit seinen Mitgliedern und ihrem ehrenamtlichen Engagement nicht verdient.“

Stolzenaus stellvertretender Bürgermeister [DATENBANK=3140]Ernst-Friedrich Dierking[/DATENBANK] merkte an, dass der Bürger- und Heimatverein sich für Stolzenau mit hohem Engagement einbringe und für den Ort einen hohen Stellenwert darstelle, aber auf Grund der räumlichen Enge am jetzigen Standort keinerlei Spielraum zur Weiterentwicklung habe.

Insgesamt verlief die von Rudolph geleitete Jahreshauptversammlung aber harmonisch. Rund 30 der aktuell 93 Mitglieder waren anwesend; Rudolph berichtete von zehn Neuaufnahmen im vergangenen Jahr.

Fürs laufende Jahr kündigte der Vorsitzende als geplante Aktionen einen Bummel durch das Stolzenauer „Kneipenleben um 1985“ an sowie zum Jahresende das Erscheinen eines Stolzenauer Kalenders für das Jahr 2018. „Ebenso sind wieder zwei Ausflüge in der Planung“, teilen die Heimatfreunde mit.

Bei den Wahlen wurden die zur Wahl stehenden Amtsinhaber einstimmig in ihren Ämtern bestätigt: 2. Vorsitzender Christian Dera, stellvertretender Schriftführer Günther Weisweber, stellvertretender Schatzmeister Gustav Niemann und Museumswart Rolf Lechte. Als neue Kassenprüferin wurde für zwei Jahre Elke Kruse gewählt.

Rudolph wies abschließend darauf hin, dass sich der Bürger- und Heimatverein bei der Restaurierung des vorgesehenen Eisenbahnwaggons tatkräftig einbringen werde – „aber nicht, wie anscheinend allgemein angenommen, die spätere Pflege und Betreuung des Geländes am Bahnhof übernehmen wird. Dies muss weiterhin die Aufgabe der Arbeitsgruppe aus dem Projekt ‚Stolzenau packt an‘ sein“, heißt es in der Mitteilung des Vereins.

Sie leiten die Geschicke des
Vereins (von links): Gustav Niemann, Günther Weisweber, Gerd Wiegmann, Wolfgang Boß, Rolf Lechte, Hans-Jürgen Rudolph und Klaus Utz. Es fehlt Christian Dera. Bürger- und Heimatverein

Sie leiten die Geschicke des Vereins (von links): Gustav Niemann, Günther Weisweber, Gerd Wiegmann, Wolfgang Boß, Rolf Lechte, Hans-Jürgen Rudolph und Klaus Utz. Es fehlt Christian Dera. Bürger- und Heimatverein

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Erstellt:
27. März 2017, 21:00 Uhr
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