Heimische Tiere und Pflanzen schützen

Wegeseitenränder geben Anlass zu Diskussionen: Wichtiger Beitrag zum Erhalt heimischer Tier- und Pflanzenwelt oder Sichtbehinderung im Autoverkehr? „Weil die Wegeseitenränder vielen Tier- und Pflanzenarten als Rückzugsort dienen, leisten sie einen immer wichtiger werdenden Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt“, teilt die Kreisverwaltung mit. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, wild lebenden Tieren nachzustellen, sie zu fangen, sie zu verletzen oder ihre Entwicklungsmöglichkeiten in der Natur zu beschädigen.

„Zu diesen Tierarten gehören alle europäischen Vogelarten“, heißt es vom Landkreis: „Sie dürfen während der Fortpflanzungs-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderzeiten nicht gestört werden.“ Zur adäquaten Pflege der Seitenränder gehören der Verzicht auf den Einsatz von Spritz- und Düngemitteln sowie unnötiges Befahren. Außerdem ist es nach Angaben des Landkreises wünschenswert, dass möglichst nicht gemulcht wird und ein gegebenenfalls notwendiges Mähen abschnittsweise erfolgt.

„Um einen Beitrag zur ungestörten Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt zu leisten, sollte eine Mahd daher möglichst spät im Jahr erfolgen, also Ende Juli, Anfang August“, sagt Silvia Fiene vom zuständigen Fachdienst Naturschutz. Wünschenswert sei eine Mahd in jedem Fall erst nach der Vogelbrut und dem Aussamen der Blühkräuter. Die Bodendecke auf Wiesen und an Hecken darf nicht abgebrannt werden. DH

Der Fachdienst Naturschutz hat einen Flyer entworfen, der telefonisch angefordert werden kann. Außerdem kann der Flyer unter www.lk-nienburg.de/artenschutz eingesehen oder ausgedruckt werden. Infos gibt es unter Telefon (0 50 21) 96 78 75.