Annika Büsching DH

Annika Büsching DH

Landkreis 04.02.2018 Von Annika Büsching

Heiß auf Eis – oder doch nicht?

Guten Tag

„Schlittschuhe in diversen Größen abzugeben!“ In Gedanken sind die Zeilen für den HARKE-Flohmarkt schon formuliert; was sich im Keller der Eltern nicht alles wiederfindet ... Nur: Wird man die Dinger überhaupt noch los? Ungemütlich sind die Wintermonate allemal, aber knackig kalt und schlittschuhtauglich?

Dabei ist eine der schönsten Kindheitserinnerungen die, am Wochenende im Moor stundenlang auf dem Eis umher zu sausen. Eishalle? Pah! Wer als Erster bei dem Baum da ist! Den Vätern, sonst ganze Kerle, bei den ersten „Gehversuchen“ auf Kufen zuschauen und ihnen lässig davonfahren.

Ein warmer Kakao für die blau gefrorenen Finger zwischendurch. Hier und dort ein erschrockenes „Huch“, wenn‘s knarzt. Oder sich morgens, einfach so, am Teich in der Nachbarschaft treffen, den Eishockeyschläger hinter sich herschleifend, zwei gegen zwei, groß gegen klein, mal gucken, wer sonst noch so kommt. Da haut man sich den Puck und das Holz um die Ohren, das Eis ächzt, Arme und Beine leuchten später in schillerndsten Blautönen.

Ob‘s noch geht? Die Waghalsigkeit von einst schlummert unter der leisen Ahnung, was alles passieren könnte, von Koordination und Kondition fangen wir gar nicht erst an. Und der erste Ski-Urlaub, in dem fünfjährige Pökse einen auf dem Weg ins Tal gleich zweimal überholen, hat eigentlich auch fürs Erste gereicht. Wobei: Es soll kalt werden, unter null Grad die ganze Woche lang. Vielleicht bietet sich für die Keller-Schlittschuhe ja doch noch einmal die Gelegenheit, Tageslicht zu sehen. Der Flohmarkt jedenfalls muss warten.

Zum Artikel

Erstellt:
4. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.