David Sarkar DH

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Landkreis 09.01.2018 Von David Sarkar

Hektik am Bahnhof

Guten Tag

Das Kaufen von Bahnfahrkarten am Automaten ist besonders für ältere Menschen gar nicht so einfach. Zig Fragen müssen am meist schon reichlich verschrammten Display beantwortet werden, bevor man endlich seine Fahrkarte in den Händen hält: Was ist das Ziel der Fahrt? Wann soll es losgehen? Wie viele Personen fahren mit? Hat der Kunde eine Bahncard, und wenn ja, ist es die Bahncard 25 oder die Bahncard 50?

Wenn man dann auch noch in Eile ist, weil der Zug gleich fährt, kann es schon mal drunter und drüber gehen. Das erlebte ich am Neujahrstag am Kölner Hauptbahnhof. Ich wollte zurück nach Hause fahren, hatte jedoch noch Zeit, bis mein Zug fuhr. Also ging ich zum Automaten und beschloss mir eine Fahrkarte zu kaufen, als eine ältere Dame angerannt kam.

„Ich muss nach Kassel! Können Sie mir helfen eine Fahrkarte zu kaufen?“, fragte sie. „Ja, das ist kein Problem!“, antwortete ich. Dann teilte sie mir mit, dass der Zug bereits in fünf Minuten fahren würde. Also gingen wir die einzelnen Verkaufsschritte im Eiltempo durch, ich vertippte mich in der Hektik, musste von vorne anfangen, die Zeit wurde zunehmend knapper. Natürlich hatte ich vergessen einen Reiseplan für die Dame auszudrucken.

Um 16.20 Uhr erblickte ich auf der Tafel den passenden Zug, der um 16.21 Uhr losfahren sollte. Wir rannten zum Gleis und kamen gerade rechtzeitig an. Die Dame freute sich riesig und nahm mich in den Arm.

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Erstellt:
9. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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