Der Aufnahmestopp am Krankenhaus in Nienburg soll schrittweise – und stets unter Beobachtung der aktuellen Situation – wieder öffnen. Foto: Schmidetzki

Der Aufnahmestopp am Krankenhaus in Nienburg soll schrittweise – und stets unter Beobachtung der aktuellen Situation – wieder öffnen. Foto: Schmidetzki

Nienburg 01.02.2021 Von Die Harke

Aufnahmestopp in Kliniken aufgehoben

Es werden wieder Patienten mit akuten Verletzungen oder Erkrankungen aus dem Landkreis Nienburg behandelt

Update, 1. Februar 12.45 Uhr: Die Helios-Kliniken habe ihre Pressemitteilung konkretisiert: Es werden fortan auch wieder Patienten mit akuten Verletzungen oder Erkrankungen, die sofort behandelt werden müssen, aufgenommen.

Die Helios-Kliniken Mittelweser haben den Aufnahmestopp für Patienten am Montag für beide Klinikstandorte im Landkreis Nienburg schrittweise wieder aufgehoben.

Fortan nehmen die Kliniken wieder Patienten auf, die akute Verletzungen oder Erkrankungen haben, die sofort behandelt werden müssen. Das gilt nur für Patienten aus dem Landkreis Nienburg, das hat Pressesprecherin Silke Schomburg deutlich gemacht.

Die Personalsituation in den Kliniken habe sich nach Angaben von Kliniksprecherin Schomburg mittlerweile wieder leicht entspannt. Seit dem 9. Januar 2021 wurden 74 Helios-Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Mehr 30 davon seien mittlerweile wieder aus der Quarantäne entlassen. Da der Zulauf positiver Corona-Patienten immer mehr zugenommen habe, hat die Klinik in Nienburg mittlerweile zwei Covid-19-Stationen, auf denen am Montag 40 Corona-Patienten liegen. Dazu kommen sechs Corona-Patienten auf der Intensivstation des Krankenhauses.

Am Montag, 25. Januar, hatten die Helios-Kliniken Mittelweser in Absprache mit dem Landkreis Nienburg einen Aufnahmestopp – mit Ausnahme von bestimmten Patientengruppen – beschlossen. Hier zählten Geburten, Covid-19-Patienten, Schlaganfallpatienten sowie lebensgefährlich erkrankte oder verletzte Patienten.

Ab sofort werden die Kliniken wieder schrittweise geöffnet. Zunächst dürfen nur Patienten aus dem Landkreis Nienburg aufgenommen werden, die akute Erkrankungen oder Verletzungen haben – dazu zählen beispielsweise auch Brüche. Dies sei auch entsprechend mit der Rettungsleitstelle kommuniziert worden.

„Wir sind froh, dass wir schrittweise wieder Notfallpatienten aufnehmen können. Allerdings beobachten wir die Situation konstant. Sollte sich die Personalsituation wieder verschärfen, müssen wir die Lage neu bewerten“, erklärt Klinikgeschäftsführer Thomas Clausing. Geplante Eingriffe würden jedoch weiterhin nicht wiederaufgenommen, es sei denn, es handele sich um akute Brüche oder das Herausbrechen von eingesetzten Prothesen.

Seit Kurzem sind auch im Stolzenauer Klinikum Corona-Patienten untergebracht. „Dies sind allerdings Patienten, deren akute Erkrankung in Nienburg ausbehandelt ist“, sagt Clausing. Sie könnten demnach wieder zurück in das Pflegeheim oder die häusliche Quarantäne, doch aus unterschiedlichen Gründen ist dies aktuell nicht möglich.

„Die Patienten sind in Stolzenau auf einer separaten Isolierstation mit ebenfalls getrenntem Personal untergebracht“, erläutert der Geschäftsführer.

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Erstellt:
1. Februar 2021, 10:58 Uhr
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