Adolf Nesemann geht im August in den Ruhestand. Foto: Deckstation Süstedt

Adolf Nesemann geht im August in den Ruhestand. Foto: Deckstation Süstedt

Stöckse 20.07.2020 Von Die Harke

Hervorragender Zuchtbetreuer

Gestüthauptwärter Adolf Nesemann aus Stöckse geht in den Ruhestand

Die Decksaison neigt sich dem Ende zu. Jüngst trafen sich Vorstandsmitglieder der ARGE, dem Zusammenschluss von sieben Hannoveraner Pferdezuchtvereinen um die Deckstation Süstedt, um sich bei Gestüthauptwärter Adolf Nesemann für die hervorragende Züchterbetreuung zu bedanken. Der Stöckser geht Anfang August in Ruhestand.

Vorsitzender Hans Heinrich Brüning aus Ochtmannien erinnerte an den Werdegang des Gestütsbeamten und stellte besonders den überdurchschnittlichen Service für die Pferdezüchter heraus, den Adolf Nesemann zusammen mit Obersattelmeister Klaus Berger auf der Deckstation in Süstedt geleistet hat. Nesemann, 1955 auf einem Hof in Hänigsen geboren, war von Kindesbeinen an mit der Zucht von Pferden vertraut.

Ausbildung begann im April 1971

Bei Hermann Völker machte er 1970 auf der Deckstation in Hänigsen ein Praktikum. Obwohl er als Ältester den väterlichen Hof übernehmen sollte, folgte er doch der Aufforderung zum Gestüt des damaligen Landstallmeisters Freiherr von Stenglin.

In Westercelle begann am 1. April 1971 seine Lehre. Wie viele der Älteren erhielt er sein reiterliches Rüstzeug bei Manfred Lopp.

Junghengste ausbilden und später in Adelheidsdorf Hengste in der Leistungsprüfung reiten, war selbstverständlich. Gerne erinnert sich Nesemann an einen Junghengst, ein Sohn der mit Hans Günter Winkler zur Legende gewordenen „Halla“. Von 1979 bis 1986 betreute er die Deckstelle Nüven in der Nähe von Melle und legte in dieser Zeit auch sein silbernes Reitabzeichen ab. 1988 folgte die Prüfung zum Besamungswart, ab 1989 war der Gestütsbeamte auf der Station Waldhöfe zu finden. Trapper, Shogun xx, Arsenik und Wendulan waren Hengste auf der Station. Seit 2018 arbeitete Adolf Nesemann nun sehr erfolgreich im Team mit OSM Klaus Berger auf der Station in Süstedt.

Schauauftritte auf internationalen Turnieren

Ob große Quadrille, zweifache Fahrschule, Traber neben Galopper oder vierspännig, sogar ein Jahr Römerwagen: Es gab nichts, was Adolf Nesemann nicht gemacht hätte. Lediglich die Ungarische Post war nicht so sein Ding. Gerne erinnert sich der Pferdefachmann an Schauauftritte auf internationalen Turnieren wie Aachen oder in der französischen Schweiz. Mit Stolz erzählt er von Reitlehrgängen bei General Horst Niemack (nach dessen Choreografie noch heute die 24er-Quadrille geritten wird). Auch ein Austausch in den Achtzigern zur Polizeireiterstaffel Hannover machte ihm viel Spaß.

Und neben all dem Service, den die Gestüter in Süstedt ihren Züchtern bieten, findet er auch immer noch wieder Zeit, Jungzüchter in die Materie der Pferdebeurteilung einzuweihen. In Stöckse wird noch mit einer Stute von World Diamond gezüchtet, deren Nachwuchs von Grey Top in Amerika hocherfolgreich international im Turniersport unterwegs ist.

So ganz zurückziehen wird sich Adolf Nesemann nicht. Er steht für den Hannoveraner Verband bei Fohlenregistrierung und Aufnahme bereit.

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Erstellt:
20. Juli 2020, 16:45 Uhr
Lesedauer:
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