Ab 5. August ist Nelly Wendt aus Hassel die Einsatzleiterin der Station „An der Mittelweser“ im Evangelischen Dorfhelferinnenwerk. Sulig

Ab 5. August ist Nelly Wendt aus Hassel die Einsatzleiterin der Station „An der Mittelweser“ im Evangelischen Dorfhelferinnenwerk. Sulig

Hassel 03.08.2019 Von Die Harke

Herzblut ist gefragt

Nelly Wendt ist die neue Einsatzleiterin der Dorfhelferinnenstation „An der Mittelweser“

„Mir fiel ein Flyer der Dorfhelferinnen in die Hände“, erzählt Nelly Wendt. „Dann habe ich in Hannover angerufen. Da sagte man mir, dass man eine neue Einsatzleiterin für den Bereich ‚An der Mittelweser‘ sucht“, erläutert die 29-Jährige, wie sie zu ihrer neuen Aufgabe kam.

Ab 5. August ist Nelly Wendt aus Hassel die Einsatzleiterin der Station „An der Mittelweser“ im Evangelischen Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen. Das hat das Landvolk Mittelweser mitgeteilt. Sie übernimmt dieses Ehrenamt von Anke Blume aus Uchte, die zuletzt als Küsterin in Uchte tätig war, jetzt aber eine Vollzeitstelle in der Evangelischen Akademie Loccum antritt. „Das lässt sich nicht miteinander vereinbaren“, erklärt sie ihren Ausstieg nach fünf Jahren als Einsatzleiterin.

Dass sie so schnell eine Nachfolgerin gefunden hat, freut sie: „Das hat alles zusammen gepasst.“ Und sie ist sich sicher, dass Nelly Wendt das mitbringt, was für diese Aufgabe ganz besonders wichtig sei: „Das muss man mit Herzblut machen.“

„Ich finde das eine sehr sinnvolle Sache“, begründet Nelly Wendt ihr Engagement. Die junge Mutter stammt ursprünglich aus Lüneburg. Sie hat in Göttingen studiert. „Erst Betriebswirtschaftslehre im Bachelor, dann Agrarwissenschaften im Master“, berichtet sie. Darauf folgte der Berufseinstieg bei Wiesenhof, zunächst im Fisch- und dann im Geflügelvertrieb.

Dann wechselte das aktive CDU-Mitglied als Referentin für Landwirtschaft nach Hannover. „Ich habe die Verhandlungen für den Koalitionsvertrag mit begleitet. Das war total spannend“, erinnert sie sich. Zudem habe ihr der tiefe Einblick in die Politik während dieser fast zwei Jahre als Referentin für die CDU gefallen: „Ich habe verstanden, wie Politik funktioniert.“

Dann ging sie zurück zu Wiesenhof in den Geflügelvertrieb. Eine Tätigkeit, die sie nach dem Ende ihrer Elternzeit wieder aufnehmen wolle. Zunächst aber steige sie in ihr neues Ehrenamt ein, auf das sie sich sehr freue. Und gespannt sei sie auf das, was sie erwartet.

Sie werde das Bindeglied zwischen den Familien und den Dorfhelferinnen sein, bei Fragen zur Antragstellung unterstützen und die Dorfhelferinnen möglichst wohnortnah den Einsatzorten zuordnen. „Das sind alles anpackende Frauen“, sagt sie über die Dorfhelferinnen, die in ihrer Station tätig sind. Nelly Wendt freut sich auf ihre neue Aufgabe: „Das ist schon etwas Neues für mich, und es gibt einiges zu beachten“, weiß die 29-Jährige. „Man muss Verständnis für die Sorgen der Familien haben. Und auch ein bisschen Werbung für das Dorfhelferinnenwerk machen“, sagt die aufgeschlossene junge Frau.

Dorfhelferinnen und -helfer führen den Haushalt und betreuen die Familie, wenn Mutter oder Vater gesundheitlich bedingt verhindert sind und der jeweils andere Partner die Versorgung nicht übernehmen kann.

Die Krankenpflege sowie die Betreuung von hilfsbedürftigen Angehörigen mit Behinderungen und Senioren übernehmen die Haushaltshilfen vom Dorfhelferinnenwerk ebenfalls. Es sei der gesetzlich verankerte Anspruch auf Haushaltshilfe, der in der Sozialgesetzgebung fest geschrieben sei. Kostenträger seien beispielsweise Krankenkassen, Unfallkassen oder Rentenversicherungsträger. Das Ev. Dorfhelferinnenwerk unterstütze alle Betroffenen unabhängig von ihrer Glaubensgemeinschaft oder Weltanschauung.

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Erstellt:
3. August 2019, 16:49 Uhr
Lesedauer:
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