Der NABU hat zum „Tag des Wolfes“ eine Umfrage in Auftrag gegeben. Foto: Wolfsmonitoring

Der NABU hat zum „Tag des Wolfes“ eine Umfrage in Auftrag gegeben. Foto: Wolfsmonitoring

Landkreis 30.04.2021 Von Holger Lachnit

Heute ist „Tag des Wolfes“

Die Akzeptanz von Wölfen in Deutschland ist hoch. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage, die der Naturschutzbund NABU zum heutigen „Tag des Wolfes“ in Auftrag gegeben hat. 2360 Personen wurden befragt, um zu ermitteln, ob sich mit der Zunahme des Wolfsbestandes und Ausbreitung in weitere Bundesländer die Einstellung gegenüber Wölfen verändert hat.

Insgesamt 77 Prozent der Befragten finden es laut NABU erfreulich, dass Wölfe wieder hier leben. Die Menschen seien zudem erstmals gefragt worden, ob es Wölfe in ihrer Region gibt. 28 Prozent der Befragten hätten das bejaht. Die Umfrage habe gezeigt, dass in Regionen mit Wölfen die Ablehnung der Tiere nur marginal höher sei als im Durchschnitt.

76 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass Wölfe selbst dann in Deutschland leben sollen, wenn es zu Problemen komme. Der NABU wertet das als „klares Votum für die grundsätzliche Daseinsberechtigung von Wölfen“.

65 Prozent der Befragten haben allerdings auch der Aussage zugestimmt, dass einzelne Wölfe, die Probleme verursachen, notfalls getötet werden müssten. Der NABU sieht darin „eine Aufforderung an die Länder, ein effizientes Wolfsmanagement mit praktikablen Einzelfallentscheidungen auf die Beine zu stellen“.

In Bezug auf Nutztierrisse seien 38 Prozent der Befragten der Meinung, dass, wenn diese trotz Herdenschutz passieren, der verursachende Wolf kontrolliert getötet werden sollte. Der jüngste Abschuss des falschen Wolfes aus dem Rodewalder Rudel zeigt jedoch, dass dies leichter gesagt ist als getan.

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Erstellt:
30. April 2021, 06:40 Uhr
Lesedauer:
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