Entlang großer Bahnstrecken, wie hier einige hundert Meter südlich des Bahnhofs Linsburg, stehen große Bäume direkt neben den Gleisen. Die CDU Steimbke will durch größere Abstände Sturmschäden vermeiden. Spreen

Entlang großer Bahnstrecken, wie hier einige hundert Meter südlich des Bahnhofs Linsburg, stehen große Bäume direkt neben den Gleisen. Die CDU Steimbke will durch größere Abstände Sturmschäden vermeiden. Spreen

Steimbke / Landkreis 07.11.2017 Von Die Harke

„Hier muss sich zügig etwas ändern“

CDU Steimbke will Sturmschäden im Bahnverkehr vermeiden / Landespolitik zum Handeln aufgefordert

Allein in den letzten Wochen hat es in Norddeutschland zwei starke Stürme gegeben mit erheblichen Störungen im Bahnverkehr durch umgestürzte Bäume, die Oberleitungen beschädigten oder ganze Strecken blockierten. Nach Ansicht des [DATENBANK=3223]CDU[/DATENBANK]-Samtgemeindeverbands Steimbke ein unhaltbarer Zustand. Die großen Strecken, etwa von Hannover nach Berlin oder nach Hamburg waren gleich für teilweise mehrere Tage gesperrt. „Besonders betroffen sind auch die Menschen im Landkreis Nienburg, weil die Hauptstrecke zwischen Hannover und Bremen durch Waldgebiete führt und bei Sturm regelmäßig Störungen im Bahnverkehr auftreten.

Reisende kommen aus Bremen oder Hannover nicht nach Hause zurück oder können ihre Fahrt aus dem Landkreis heraus erst gar nicht antreten. Hier muss sich zügig etwas ändern“, findet der Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbands Steimbke, Dr. [DATENBANK=79]Holger Spreen[/DATENBANK] (Stöckse).

„Die Streckenstörungen verursachen große volkswirtschaftliche Schäden, denn der Güter- und Personenverkehr wird über Tage verhindert oder beeinträchtigt. Sie wären vermeidbar, wenn ein hinreichend breiter Streifen entlang der Bahnstrecken von hohem Baumbewuchs freigehalten würde“, ergänzt der stellvertretende CDU-Vorsitzende und Wirtschaftsexperte Bernd Koch (Wendenborstel). Berichten zufolge werde dies in Teilen Deutschlands, etwa Baden-Württemberg, bereits erfolgreich praktiziert.

Der CDU-Samtgemeindeverband Steimbke hat daher die CDU-Landtagsfraktion auf die Thematik aufmerksam gemacht und gebeten, die politischen Möglichkeiten auf Landesebene für Verbesserungen zu nutzen. In einem Schreiben an den neuen Fraktionsvorsitzenden [DATENBANK=1223]Dr. Bernd Althusmann[/DATENBANK] fordert der Verband, Sträucher statt hoher Bäume entlang der Bahntrassen zu pflanzen.

Auch ökologisch sei dies vertretbar, denn es sei ebenso zu berücksichtigen, dass so der bei Streckenstörungen sonst einsetzende Pkw-Ersatzverkehr der zahlreichen Pendler und Fernreisenden sowie der Gütertransport über Lkw vermieden werde. „Wir hoffen, dass die Landespolitik Verbesserungen für den regionalen Bahnverkehr in die Wege leiten kann. Was offenbar in anderen Teilen Deutschlands geht, muss doch auch in Niedersachsen möglich sein“, finden Holger Spreen und [DATENBANK=81]Bernd Koch[/DATENBANK].

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Erstellt:
7. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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