Hilfe beim Behördengang

Hilfe beim Behördengang

In ihrer Rolle als Sprachmittlerinnen und Sprachmittler helfen sie dabei, sprachliche Barrieren abzubauen. Landkreis Nienburg

Der Landkreis Nienburg hat erneut acht Männer und Frauen zu sogenannten Sprachmittlerinnen und -mittlern qualifiziert. Sie können ab sofort von Behörden und Institutionen als Übersetzer angefragt werden. Das hat der Landkreis mitgeteilt. Die Teilnehmenden wurden von dem Referenten Ercan Arslan geschult, einem allgemein beeidigten Dolmetscher, Übersetzer und Trainer für interkulturelle Kompetenzen und Kommunikation. Seit dem vergangenen Jahr hat der Landkreis insgesamt 50 Sprachmittler auf diese Weise qualifiziert.

Dazu heißt es: „Für geflüchtete Menschen sind mangelnde Sprachkenntnisse das größte Integrationshindernis. Wenn die Deutschkenntnisse von Menschen mit Migrationshintergrund nicht ausreichen, kommt beim Kontakt mit Institutionen mitunter gar keine Kommunikation zustande. Oder aber sprachliche und interkulturelle Unterschiede behindern derart, dass es zu Missverständnissen kommt.“

Zur Überwindung dieser Barriere gebe es beim Landkreis Nienburg einen Pool geschulter Sprachmittler, die bei Behördengängen und Beratungsgesprächen unterstützen. Die aktuelle Qualifizierung habe zum Ziel gehabt, die Teilnehmenden im Hinblick auf ihre sprachliche und interkulturelle Kompetenz zu schulen. Ercan Arslan habe hierfür unter anderem die Rolle des Dolmetschers beim Übersetzen in Behörden in den Blick genommen.

Für ihre Tätigkeit erhalten Sprachmittlerinnen und -mittler von der anfordernden Stelle eine Aufwandsentschädigung von zwölf Euro je angefangener Stunde.

Angefragt werden können die Übersetzungshelfer über den Landkreis Nienburg bei Tatjana Weimer, Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, unter (05021) 967155. Bei ihr können sich auch Männer und Frauen melden, die sich für eine Tätigkeit als Sprachmittler interessieren.