Steffen Hörning, stellvertretender Landesvorsitzender des „Weißen Rings“. Foto: Polizeiakademie

Steffen Hörning, stellvertretender Landesvorsitzender des „Weißen Rings“. Foto: Polizeiakademie

Nienburg 04.08.2020 Von Die Harke

Hilfe für Kriminalitätsopfer

Polizeistudierende informieren sich über den „Weißen Ring“

In der Aula der Polizeiakademie Niedersachsen folgen die Studierenden kürzlich den Ausführungen von Steffen Hörning, stellvertretender Landesvorsitzender des „Weißen Rings“. Der bundesweit tätige gemeinnützige Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, Kriminalitätsopfern und ihren Familien zu helfen - auch hier in Nienburg und Umgebung. Der umsichtige Umgang mit Opfern einer Straftat habe für die Polizei neben der Aufklärung dieser Taten eine herausgehobene Bedeutung, teilt die Polizeiakademie mit.

Immer wieder würden sich Polizistinnen und Polizisten in ihrem Berufsalltag mit dem Umstand konfrontiert sehen, dass Menschen Opfer von schweren Straftaten werden. Diese Opfer benötigten häufig eine Hilfe, die die Polizei nicht leisten könne. Hier knüpfe der „Weiße Ring“ an. Auf vielfältige Art und Weise unterstütze die Hilfsorganisation die Opfer.

Die Polizei und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „Weißen Rings“ würden dabei häufig zusammenarbeiten. Es sei der Polizeiakademie Niedersachsen ein besonderes Anliegen, das Wissen um diese Zusammenarbeit und die Möglichkeiten der Opferhilfe auch den zukünftigen Polizistinnen und Polizisten des Landes Niedersachsen intensiv weiter zu vermitteln.

Studiengruppenleiter und Organisator des Austauschtermins mit dem „Weißen Ring“, Kriminalhauptkommissar Erik Polter, unterstrich: „Die Polizeiakademie Niedersachsen ist dankbar, dass eine Zusammenarbeit mit der Hilfseinrichtung wie dem .Weißen Ring’ besteht und den Studierenden so entsprechendes Wissen durch die dort tätigen Experten vermittelt wird.“

Studierende hatten die Möglichkeit, dem Vortrag des „Weißen Rings“ an der Polizeiakademie in Nienburg beiwohnen zu können. In diesem habe Hörning nicht nur über die wichtige Arbeit seines Vereins berichtet, sondern insbesondere auch über seine langjährigen Erfahrungen als „Anwalt der Opfer“ vor Gericht.

„Für die Studierenden ergab sich daraus das wichtige Erfahrungswissen, dass Opfer von Straftaten im konkreten Fall nicht nur von der Polizei Hilfe erwarten können, sondern dass es mit dem ,Weißen Ring’ eine Einrichtung gibt, die dies auch nach der Arbeit der Polizei leistet“, heißt es abschließend.

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Erstellt:
4. August 2020, 05:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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