Hilfe für Wohnungslose soll weitergehen

Hilfe für Wohnungslose soll weitergehen

Haben sich über Hilfen für Benachteiligte ausgetauscht (von links): Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner, Bundestagsabgeordneter Maik Beermann, CDU-Kreisvorsitzender Dr. Frank Schmädeke, Europaagbeordneter Burkhard Balz, Bürgermeisterin Margit Schmidt, Ratsvorsitzender Alfred Plate und Matthias Mente vom Herbergsverein. Herbergsverein

Der Europaabgeordnete [DATENBANK=5622]Burkhard Balz[/DATENBANK] (CDU) hat sich in Liebenau über das Projekt „Teilhabe in der Peripherie – Inklusion von besonders Benachteiligten auf dem Lande“ informiert. Ziel des EU-Programms ist die Reduzierung der Zahl der Armen und die Verbesserung der sozialen Integration. Der Verein [DATENBANK=6499]"Herberge zur Heimat"[/DATENBANK] aus Nienburg hatte für die Region ein Projekt beantragt und die Samtgemeinde Liebenau sowie den Landkreis als Kooperationspartner gewinnen können. „Während sich die Samtgemeinde verstärkt um EU-Zugewanderte kümmert, konnte der Herbergsverein die Arbeit mit Wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen intensivieren“, teilt Matthias Mente von der Wohnwege-Beratungsstelle mit.

„Über 500 Personen sind in Liebenau insbesondere aus Rumänien, Bulgarien und Polen zugewandert“, sagt [DATENBANK=152]Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner[/DATENBANK]. Besonders Benachteiligte hätten Beratungs- und Unterstützungsleistungen erhalten. „Außerdem ist eine Verbesserung des Zugangs von zugewanderten Kindern zu bereits bestehenden Angeboten, wie Kindertageseinrichtungen gelungen“, sagt Eisner: „Mithilfe der EU konnten wir damit frühzeitig eine Perspektive für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn eröffnen.“ Allerdings steht nach Esiners Worten die Samtgemeinde mit der Finanzierung zusätzlicher Kindergartenplätze alleine da.

Kritik gab es wegen unverhältnismäßig hohem bürokratischen Aufwand bei EU-Förderungen. Balz: „Leider erleben wir immer wieder, dass EU-Förderungen mit krimineller Energie unrechtmäßig in Anspruch genommen werden.“ Deswegen sei eine gründliche Prüfung kaum vermeidbar.

Der Herbergsverein habe dank der EU-Förderung fast 100 Wohnungsnotfällen helfen können, sagt Mente. Die Unterstützung für besonders Benachteiligte gelte es weiter auszubauen und zu erhalten. „Durch den Mangel an bezahlbaren Wohnungen können Probleme von Wohnungsnotfällen allerdings oftmals nicht nachhaltig gelöst werden“, sagt der Sozialarbeiter.

Die Projektverantwortlichen gaben Balz und dem CDU-Bundestagsabgeordneten [DATENBANK=12]Maik Beermann[/DATENBANK] den Wunsch mit auf den Weg, das Projekt auch über 2018 hinaus fortführen zu wollen, um vielversprechende Projektansätze weiterentwickeln und verstetigen zu können.