Das Hoffest musste sehr zum Bedauern des Teams Geißblatthof um Linda und Bernd Christof in diesem Jahr ausfallen. Für die Vermittlung und Aufnahme von Fundtieren stehen die Tierschützer aber nach wie vor zur Verfügung. Foto: Geißblatthof

Das Hoffest musste sehr zum Bedauern des Teams Geißblatthof um Linda und Bernd Christof in diesem Jahr ausfallen. Für die Vermittlung und Aufnahme von Fundtieren stehen die Tierschützer aber nach wie vor zur Verfügung. Foto: Geißblatthof

Warpe 11.10.2020 Von Horst Achtermann

Hilfe für arme Seelchen

Team Geißblatthof bedauert coronabedingten Ausfall des Hoffestes und hofft auf Oktober 2021

Am Sonntag wäre bei Linda und Bernd Christof auf dem Tierschutzhof „Geißblatt“ – so wie immer seit 2006 – das Hoffest gewesen. „Aber aufgrund der coronabedingten Abstands- und Hygieneregeln mussten wir in diesem Jahr damit aussetzen, das Hoffest ist für uns aus vielfältigen Gründen ein absolutes Highlight“, betont Linda Christof gegenüber der HARKE am Sonntag.

„Zum einen bekommen wir an diesem einen besonderen Tag im Jahr ganz viele Hunde noch einmal zu Gesicht, die wir in den vergangenen Jahren vermittelt haben und sind neugierig auf Geschichten aus dem neuen Zuhause. Das ist herrlich“, so Christof weiter.

Der Tag sei aber auch immer ein Sorgenkind- beziehungsweise Chancengeber-Tag. Einige Handicap-Tiere haben dadurch schon ein neues Zuhause gefunden. Die Besucherinnen und Besucher seien nicht auf der Suche nach einem Hund, einer Katze, einem Pferd oder einer Ziege auf dem Geißblatthof gewesen, sondern weil sie sich einen schönen Tag auf dem Hoffest machen wollten.

„Nebenbei haben sie ein armes Seelchen gesehen und sich überlegt, dass die scheue Katze, das nicht mehr reitbare Pferd oder der uralte Hund seinen Lebensabend bei ihnen verbringen kann, weil sie Zeit und Platz und vor allem Liebe genug haben, für ein bedürftiges Mitgeschöpf zu sorgen“, so die ausgebildete Tierpflegerin. Und natürlich helfe das Hoffest auch, die Kosten des laufenden Betriebes zu decken.

Wie die Christofs es auch drehen und wenden, es gab in diesem Jahr keine gute und gesundheitszuträgliche Lösung. „Wir möchten einen herzlichen Gruß senden an all unsere treuen Besucherinnen und Besucher und alle, die dieses Jahr zum ersten Mal gekommen wären und hoffen Sie alle im kommenden Jahr live und in Farbe wiederzusehen“. Für Tiervermittlungen und für die Aufnahme von Fund- und Abgabetieren steht das Team Geißblatthof nach wie vor zur Verfügung, es wird jedoch um Terminabsprache gebeten.

Linda Christof hat in ihrem EDV-Archiv seit 2004 über 3000 Tiere erfasst, in erster Linie Hunde mit Daten, Rasse, Eigenschaften und wo sie geblieben sind.

Der Geißblatthof e.V. ist zu erreichen unter Telefon (0 50 22) 2 60 oder per E-Mail an linda.christof@web.de.

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Erstellt:
11. Oktober 2020, 07:45 Uhr
Lesedauer:
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