Die Menschen in den Regionen, in die die Johanniter ihre Hilfspakete bringen, freuen sich über die kleinen Zeichen der Anteilnahme. Tobias Grosser – Johanniter

Die Menschen in den Regionen, in die die Johanniter ihre Hilfspakete bringen, freuen sich über die kleinen Zeichen der Anteilnahme. Tobias Grosser – Johanniter

Landesbergen 24.11.2017 Von Die Harke

Hilfspakete für notleidende Menschen

Johanniter freuen sich auf Spenden – Vorbereitungen für die „Weihnachtstrucker“ laufen auf Hochtouren

Am Samstag startet die große Hilfsgüter-Sammelaktion der Landesberger [DATENBANK=2168]Johanniter[/DATENBANK] in der Vorweihnachtszeit. Bereits seit einigen Wochen laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für die „Johanniter-Weihnachtstrucker“. Die Landesberger beteiligen sind erstmalig dabei – zusammen mit dem Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer. Zwischen Weihnachten und Neujahr bringen mehrere Trucks der Johanniter die Spenden-Pakete zu notleidenden Menschen in Albanien, Rumänien und Bosnien. Der Landesberger Ortsverband ruft Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen sowie Privatleute dazu auf, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und im Johanniter-Centrum-Landesbergen abzugeben. Diese werden dann auf Lastwagen verladen, die als Teil eines großen Konvois die Reise nach Osten antreten. Ziel der Konvois sind ausgewählte Kleinstädte und Dörfer sowie abgelegene Bergdörfer.

„Dort werden die Pakete überwiegend persönlich an sozial schwache und kinderreiche Familien, Waisen, Kindergarten- und Schulkinder, Senioren, Menschen mit Behinderung, Besucher von Armenküchen, aber auch an Opfer von Blutrache oder Bewohner einiger Roma-Siedlungen verteilt“, teilen die Johanniter mit.

„Wir freuen uns, dass wir bei dieser großartigen Aktion dabei sein können, denn hier wissen wir, dass unsere Hilfe gebraucht wird und dass sie auch wirklich ankommt. Die Pakete erleichtern den Menschen in den Zielländern die Grundversorgung in den harten Wintermonaten und senden ihnen zugleich ein Zeichen der Solidarität“, sagt Walter Busse, Ortsbeauftragter der Landesberger Johanniter.

„Darüber hinaus macht die Aktion uns selbst bewusst, dass vieles, was wir für selbstverständlich halten, für andere Menschen in Europa nach wie vor sehr wertvoll ist – sei es eine intakte Infrastruktur, zur Schule zu gehen, ausreichend zu Essen zu haben oder Dinge wie eine Zahnbürste zu besitzen. Ich denke, das ist auch der Grund, warum sich so viele Menschen an dieser Aktion beteiligen.“

Man kann kaum zu hoch schätzen, wie viel Hoffnung so ein Päckchen für die Empfänger bedeutet."

Walter Busse, Ortsbeauftragter der Landesberger Johanniter

Die Pakete sollen nach Busses Worten anhand einer Packliste gepackt werden. „Dies ist aus zollrechtlichen Gründen wichtig – und zudem möchten wir, dass alle Pakete in etwa gleichwertig sind.“ Folgende Artikel sollten in ein „Weihnachtstrucker“-Päckchen: Drei Kilogramm Zucker, drei Kilo Mehl, ein Kilo Reis, ein Kilo Nudeln, ein Liter Speiseöl in Plastikflaschen, drei Packungen Multivitamin-Brausetabletten, drei Packungen Kekse, fünf Tafeln Schokolade, 500 Gramm Kakaogetränkepulver, zwei Duschgele, zwei Handcrémes, zwei Zahnbürsten, zwei Tuben Zahnpasta sowie ein kleines Geschenk für Kinder – zum Beispiel ein Mahlblock und Stifte.

Im vergangenen Jahr konnten mehr als 56.500 Päckchen mit insgesamt 45 Sattelschleppern in die Zielregionen gebracht werden. „Die Menschen warten oft schon sehnsüchtig auf die ,Weihnachtstrucker‘. Die Freude und Aufregung, wenn sie dann endlich eintreffen, ist groß“, sagt Busse: „Man kann kaum zu hoch schätzen, wie viel Hoffnung so ein Päckchen für die Empfänger bedeutet.“

Den Johannitern sei wichtig, dass sie die Päckchen persönlich übergeben, sagt Busse: „Dazu arbeiten wir mit langjährigen, zuverlässigen Partnern vor Ort zusammen – etwa Kirchengemeinden, Schulen, private Initiativen oder lokale Partnerorganisationen.“

Rund 100 freiwillige Lastwagen-Fahrer und viele Hundert Helfer sind an der Aktion beteiligt. Die Johanniter würden sich über weitere Unterstützer aus der Bevölkerung oder von Firmen freuen. „Weitere Annahmestellen, aber auch Unterstützer in jeglicher anderer Form sind immer willkommen“, teilt die Organisation mit.

Im Johanniter-Centrum-Landesbergen, Hinter den Höfen Ecke/Vagesweg können Pakete ab sofort bis zum 15. Dezember jeweils nach telefonischer Rücksprache unter (05025) 19214 abgegeben werden.

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Erstellt:
24. November 2017, 21:00 Uhr
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