Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

Nienburg 06.03.2017 Von Matthias Brosch

Hindernisse, die keiner sehen will

Die Arbeit von Gleichstellungsbeauftragten wird gern belächelt, da viele keine Notwendigkeit sehen. Es gebe Probleme in der Welt, aber nicht in Deutschland, heißt es oft. Familie und Beruf ließen sich dank des Ausbaus der Kinderbetreuung und des Elterngeldes immer besser vereinbaren. Die Nachteile sind selten Thema: Dabei hat die jüngste Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufgezeigt, dass berufstätige Frauen mehr Hindernisse im Vergleich zu Männern überwinden müssen.

„Besorgniserregend gestiegen ist in den vergangenen Jahren die Quote der geringfügig entlohnten beschäftigten Frauen. Auffällig ist, dass selbst Akademikerinnen sich auf den Kompromiss einer vorübergehenden geringfügigen Beschäftigung einlassen. Sie sind oft sogar bereit, in Jobs zu arbeiten, die nicht ihren Qualifikationen entsprechen“, schrieb dazu jetzt die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros Niedersachsens. Anlass ihrer Pressemitteilung ist der morgige Internationale Frauentag, der jährlich am 8. März begangen wird und eine über hundertjährige Tradition besitzt. Die Gleichstellungsbeauftragten bemängeln die weiterhin fehlenden passgenauen Beschäftigungsangebote und machen angesichts des Fachkräftemangels deutlich: „Volkswirtschaftlich gesehen bedeutet diese Tatsache, dass die enormen Potenziale von Frauen vergeudet werden.“

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Erstellt:
6. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 33sec

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