Freuen sich auf die neuen Fünftklässler (von links oben im Uhrzeigersinn): Dr. Gudrun Gronewold (stellvertretende Schulleiterin), Dr. Ralf Weghöft (Schulleiter), Birte Hembus (Studiendirektorin), Thomas Böttger (Studiendirektor), Astrid Leiste (Studiendirektorin), Karolin Timke (Studiendirektorin), Andreas Busch (Englisch, Biologie, Darstellendes Spiel, Klassenlehrer im Jahrgang fünf), Peter Niehold und Lea Möller (Klassenleitung Klasse fünf), Hilde Munk (Mathe, Physik, Indien-AG), Stephanie Wittkugel (Deutsch, Sport, Klassenleitung Klasse fünf), Nora (Schülerin Klasse 6d). Foto: Volkhausen

Freuen sich auf die neuen Fünftklässler (von links oben im Uhrzeigersinn): Dr. Gudrun Gronewold (stellvertretende Schulleiterin), Dr. Ralf Weghöft (Schulleiter), Birte Hembus (Studiendirektorin), Thomas Böttger (Studiendirektor), Astrid Leiste (Studiendirektorin), Karolin Timke (Studiendirektorin), Andreas Busch (Englisch, Biologie, Darstellendes Spiel, Klassenlehrer im Jahrgang fünf), Peter Niehold und Lea Möller (Klassenleitung Klasse fünf), Hilde Munk (Mathe, Physik, Indien-AG), Stephanie Wittkugel (Deutsch, Sport, Klassenleitung Klasse fünf), Nora (Schülerin Klasse 6d). Foto: Volkhausen

Nienburg 23.04.2020 Von Die Harke

Hinter den Kulissen der ASS

Damit sich Viertklässler und Eltern trotz Corona einen Eindruck verschaffen können, öffnet die ASS ihre Türen

Damit sich Viertklässler und ihre Eltern trotz Coronakrise einen Eindruck verschaffen können, öffnet die Albert-Schweitzer-Schule in der HARKE ihre Türen und ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen. Die Schule hat ein Interview mit dem Schulleiter und einigen Lehrerinnen und Lehrern geführt.

Wir treffen den Schulleiter der ASS. Guten Tag. Könnten Sie sich und die ASS kurz vorstellen?

Liebe Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen, mein Name ist Dr. Ralf Weghöft. Ich bin hier gerade im „großen“ Gebäude der ASS. Der älteste Teil ist schon über 100 Jahre alt. Die ASS ist übrigens die älteste Schule Nienburgs. Sie wurde im Jahr 1525 gegründet. Wer in der fünften Klasse zur ASS kommt, geht in unser zweites Gebäude fünf Minuten zu Fuß von hier. Hier sind die fünften bis siebten Klassen untergebracht. Alle haben viel Platz, und wir haben auch einen großen Schulhof zum Toben. Aber jetzt übergebe ich erst einmal an die neuen Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen, die den fünften Jahrgang übernehmen oder dort gerade unterrichten.

Die fünften Klassen haben ja nicht nur einen Klassenlehrer. Wie werden die neuen Schülerinnen und Schüler denn überhaupt an der Schule willkommen geheißen?

Wir sind Katja Berthold und Andreas Busch. An der ASS sind wir als Klassenleitungsteam immer zu zweit für die Schülerinnen und Schüler da. Immer eine Frau und ein Mann. So haben wir für alle mehr Zeit und können uns um alle Anliegen besser, persönlicher und schneller kümmern. Wir unterrichten beide unsere Fächer in unserer Klasse und haben zusätzlich noch eine Klassenleitungsstunde zusammen mit der Klasse.

Die neuen Schüler kennen sich ja oft noch nicht. Wie werden sie zu einer Gemeinschaft und fassen Vertrauen?

Wir sind Isabell Nienhues und Dominik Tielsch. Wir waren zusammen schon vier Mal ein Klassenleitungsteam und wissen deshalb ziemlich genau, wie es ist, eine neue fünfte Klasse an der ASS zu begrüßen. Uns ist deswegen auch klar, wie man sich am Anfang als neuer Schüler in der neuen Klasse und Schule fühlt – meistens ist das eine Mischung aus Neugier und ein bisschen Angst. Aber da mache man sich keine Sorgen, denn uns ist es wichtig, dass jeder sich in der neuen Klasse wohlfühlt und alle Spaß haben. Denn dann funktioniert das gemeinsame Lernen viel besser.

Und da gibt es eine Klassenfahrt. Worauf können sich die Kinder freuen?

Mein Name ist Annette Heydorn. Es macht mir richtig Spaß, eine fünfte Klasse zu haben. Die Fahrt? Nach den Herbstferien fahren die fünften Klassen zu einer dreitätigen Kennenlernfahrt. Nach diesen Tagen – an denen wir Klassenregeln besprechen und zum Teil spielerisch erarbeiten, uns alle besser kennenlernen, nachtwandern, uns über den Besuch des Schulleiters freuen, spielen, singen und viel lachen – sind wir eine echt eingeschworene Gemeinschaft. Drei Tage ohne Unterricht – und doch lernen wir unglaublich viel.

Frau Dr. Gronewold, Sie sind stellvertretende Schulleiterin. Wir sind beim Stichwort „entdecken“: An der ASS gibt es sogar ein Entdeckerkonzept. Was verbirgt sich dahinter?

Die Fünftklässler haben hier die Möglichkeit, ihren Interessen über den Unterricht hinaus nachzugehen. Sei es Kunst oder Musik, Naturwissenschaften, Sprache, Sport oder soziales Engagement – die neuen Schülerinnen und Schüler können aus unserem vielfältigen AG- und Wettbewerbs-Angebot wählen, sich in der Schule als Klassensprecher oder Konferenzvertreter zur Verfügung stellen, bei Auftritten mitmachen oder, oder, oder…. In den einzelnen Bereichen erhalten die jungen Entdecker dann Punkte und bekommen ab einer bestimmten Punktzahl ein Zertifikat verliehen.

Worauf können sich die neuen Schüler denn in ihren Fächern freuen? Frau Nienhues, hier gibt es wohl ein in Nienburg ganz besonderes Angebot.

Richtig. Denn bei uns an der ASS gibt es bilingualen Unterricht – klingt komisch, ist aber ganz einfach erklärt und macht echt Spaß. Das sind Erdkunde oder Geschichte oder Bio auf Englisch. Da kann man das Englisch aus dem Englischunterricht richtig gut gebrauchen und zum Beispiel über Volcanoes oder The Industrial Revolution reden, ohne dass man immer überlegen muss, ob alle Vokabeln und die Grammatik 100-prozentig stimmen.

Englisch also in anderen Fächern. Wie können sich Grundschüler Englisch als Fach vorstellen?

Mein Name ist Andreas Busch und ich leite an der ASS den Fachbereich Englisch und Darstellendes Spiel. In der fünften Klasse sprechen wir in vielen Gruppen über Themen, die uns interessieren, und machen spannende Englischprojekte, zum Beispiel eine eigene Broschüre, in der wir die ASS auf Englisch vorstellen, oder ein kurzes englisches Theaterstück oder einen klasseneigenen englischen Flohmarkt, um nur einige zu nennen.

Frau Wittkugel, als Fachleiterin Deutsch können Sie uns bestimmt sagen, was sich die Deutschlehrkräfte für die Fünftklässler überlegt haben.

Mit einer zusätzlichen Deutschstunde möchten wir die unterschiedlichen Rechtschreibfähigkeiten, mit denen Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen zu uns kommen, auf ein Niveau bringen,. Diese Differenzierungsstunde Deutsch wird in kleineren Gruppen als Förder- oder Forderstunde unterrichtet und dient speziell der Festigung von Rechtschreibung und Grammatik.

Wir legen auch großen Wert auf die Weiterentwicklung des Sprachgefühls. Und für den Ausbau der Lesefähigkeiten spielt die Motivation eine wichtige Rolle. Damit der Lesespaß nicht zu kurz kommt, bietet die ASS im Bereich Deutsch vielfältige Aktionen an, die Literatur erlebbar und erfahrbar machen, zum Beispiel das Marionettentheater in Klasse fünf, den Vorlesewettbewerb in Klasse sechs oder die Autorenlesung in Klasse acht.

In einem Raum voller Posaunen, Flöten und Trompeten begegnen wir Frau Suckel, Musiklehrerin.

Ich leite die künftige Bläsergruppe. Kurz und knapp: Jeder, der Lust hat, in einer Gruppe auf einem Blasinstrument zu musizieren, ist bei der Bläsergruppe richtig. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Über den Unterricht hinaus gibt es Musik-AGs, die Auftrittsmöglichkeiten bei Schulveranstaltungen bieten.

Schräg gegenüber erblicken wir die Bibliothek der Schule. Gibt es an der ASS viele Bücherwürmer?

Mein Name ist Kerstin Blunk, ich unterrichte Französisch und Spanisch und bin, mit Olga Schneider, für die Schulbibliothek der ASS verantwortlich. Die ist hell und freundlich gestaltet und besonders in den großen Pausen, aber auch in der Mittagszeit bei den Schülerinnen und Schülern sehr beliebt. Hier findet man immer neue spannende und lustige Kinder- und Jugendbücher aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Die Bücher können auch ausgeliehen werden und sind zum großen Teil in dem Programm „Antolin“ erfasst, das die Kinder bereits aus der Grundschule kennen. Sachbücher und Spiele gibt es auch.

An der ASS gibt es ja auch viele Auslands- und Austauschfahrten, nach Amerika, Frankreich, England, Polen, sogar Indien. Erstaunlich: Selbst auf dem Wasser gibt es Ruderfahrten.

Stimmt. Ich bin Marcus Weber, Protektor der Ruderriege der ASS Nienburg von 1912 – einem der ältesten Sportvereine Nienburgs und einer der ältesten Schüler-AGs Niedersachsens. Gemeinsam mit dem Schülervorstand der Ruderriege verwalte ich den Bootspark mit über 30 Booten, darunter sogar einen Achter namens Albert Schweitzer, und unser Bootshaus. Wir organisieren auch den Besuch von Ruderregatten im gesamten Bundesgebiet. Wir freuen uns auf neue ruderbegeisterte Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang fünf.

Die ASS nimmt auch an vielen Wettbewerben teil. In Mathematik gibt es den „Känguru“-Wettbewerb, in Chemie den Wettbewerb „Das ist Chemie!“. Wie ist neben den Wettbewerben das AG-Angebot?

Sehr groß. Mein Name ist Hilde Munk, ich unterrichte Physik und Mathe und bin für unsere Partnerschaft mit Indien zuständig. In der Indien-AG oder in der Welt- und Umwelt-AG können die Schüler zum Beispiel bei Aktionen mitmachen, mit denen wir Geld für das Indienprojekt sammeln. Außerdem spielen wir in der AG Spiele aus aller Welt und machen Aktionen zum Umweltschutz. Und unsere Schülerfirma „Alberts Kramladen“ verkauft nachhaltige Schulmaterialien in der Pausenhalle. Annette Heydorn und Andreas Busch ergänzen: Außerdem gibt es eine Mädchenballspiel-AG und Darstellendes Spiel mit Theateraufführungen. Kunstlehrerin Franziska Frey: Wir haben regelmäßige Kunstausstellungen im Gericht und Krankenhaus!

Zum Schluss die wichtigsten Interviewpartner: Was sagen die Schülerinnen und Schüler? Hören wir einmal rein.


Emil (6d) berichtet: ,,Mir gefällt an der ASS, dass man im Unterricht viel mit Computern und Informatikthemen arbeitet.“ „Ich finde an der ASS besonders die ASS-Ruderriege gut“, erzählt Friedrike (6d). Linn, Hannah, Jeremy (6d), Charlotte, Lucy und Franzi (5e) betonen gemeinsam: „Wir finden toll, dass wir bilingualen Unterricht haben können, weil wir Sprachen lieben.“ Alice (5e) hebt hervor: ,,Ich finde die ASS toll, weil ich schon als Fünftklässlerin an einem internationalen und einem nationalen Chemie-Wettbewerb teilnehmen durfte.“

Simon (6d) gefällt „die Art, wie man lernt. Die Lehrer sind nett und geduldig.“ Und während Joshua (6d) glücklich ist, dass „es eine Bläserklasse gibt“, mag Sarah (6d) ,,besonders die Aktionen, wie zum Beispiel die Ostereiersuche, die Nikolaus-Aktion und die Lesewettbewerbe. Außerdem finde ich es toll, dass man später die Möglichkeit hat, einen Schüleraustausch zu machen“. Nora und Kyra (6d) nennen als Highlights „aus unserer Sicht den großen Schulhof, die Partnerschaft mit der Schule in Neepair (Indien), Alberts Kramladen (in dem jeder, wenn er mag, mitarbeiten kann), die vielen Arbeitsgemeinschaften und die Kennenlerntage am Anfang des Schuljahres und die Kennenlernfahrt nach Rothenburg.“

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Erstellt:
23. April 2020, 17:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 5min 38sec

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