DIE HARKE wünscht einen guten Tag!

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Nienburg 07.01.2020 Von Holger Lachnit

Hirschlers Fußstapfen

Es war stets Horst Hirschlers Privileg als Abt des Loccumer Klosters, die Überleitung zur Hora zu gestalten. Wenn Landesbischof und Ministerpräsident gesprochen hatten, die zweite Runde Kaffee und Butterkuchen verputzt war, dann griff Hirschler zum Mikrofon. Als Ende des offiziellen Teils, bevor die Gäste des Empfangs in die Klosterkirche gingen. Über mehr als ein Jahrzehnt lang war es der rhetorische Rausschmeißer aus dem Refektorium, nun ist es der Schlusspunkt des offiziellen Teils in der Kirche.

Der Abt machte das immer mit Herzblut und Humor, stets zum Nachdenken anregend und häufig mit so mancher persönlicher Anekdote aus dem Leben der Familie Hirschler – oder der Familie Luther – mitunter aus beiden Familien. Dabei soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass nicht immer alle klugen Gedanken des Abtes das Publikum auch erreichten. Weil es mitunter manchmal schlichtweg überfordert war, den Ausführungen Hirschlers zu folgen.

Dass es künftig beim Epiphaniasempfang künftig keine überleitenden Worte zu Hora mehr geben könnte, ist nur schwer vorstellbar. Aber zwei Wortbeiträge von Ralf Meister – einmal als Landesbischof und einmal als Abt – sind keine Option. Doch welche Rednerin oder Redner würde es wagen, Hirschlers Nachfolge anzutreten? Diese Fußstapfen sind für die meisten zu groß.

Deshalb ist es eine Überlegung wert, dem künftigen Alt-Abt des Loccumer Klosters weiterhin das Wort beim Empfang zu gönnen. Das Privileg sollte vom Abt auf den Alt-Abt übertragbar sein.

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Erstellt:
7. Januar 2020, 10:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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