07.10.2012

Historischer Bilderbogen aus Wietzen

8. Ausgabe mit Zeichnung von Heinrich Lüdeke zum Gedenken an den Heimatstubengründer

Wietzen (ch). Der Bildkalender „Historisches aus Wietzen 2013“ liegt ab sofort druckfrisch vor. Zum 8. Male in Folge haben Heinrich Rose und Helmut Rode diesen Bilderbogen aus früherer Zeit konzipiert, allerdings mit einer Veränderung: Bisher dominierte stets ein Motiv der ortsbildprägenden St. Gangolf-Kirche das Titelbild - diesmal ist es eine Zeichnung des Schulhauses von 1671. Und zwar aus der Feder von Wietzens kürzlich verstorbenen Ehrenbürgers und Heimatstubengründers Heinrich Lüdeke.

„Zum Gedenken an ihn haben wir diesmal dieses Motiv als Titel gewählt“, sagt Helmut Rode. Der Heimatforscher, der im nächsten Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, hatte das alte Schulhaus einst nach alten Vorlagen gezeichnet. Bis 1904 stand es vor der Kirche, wurde dann abgerissen und das Fachwerk verkauft an die Familien Hagemann und Hindahl. Der Hagemannsche Anteil vom alten Schulhaus steht noch heute an der Holter Straße als renoviertes Gebäude der neuen Eigentümer Schockenhoff, weiß Heinrich Rose zu berichten.

Dass zu fast jedem Motiv die Namen der abgebildeten Personen auf dem Kalenderrücken aufgeführt sind, ist eine Besonderheit des „Wietzen-Kalenders“. Die Autoren Rose und Rode haben auch dieses Mal wieder viel Zeit in das „Aufspüren“ und Benennen der Gesichter vom Kleinkind bis zu Uroma gesteckt.

Der Bilderbogen reicht vom Gruppenbild der altvorderen Wachposten aus dem Ersten Weltkrieg über historische Hof - und Familienbilder aus den 1920er Jahren bis zur Szene vom Theaterspiel „Krach um Jolanthe“ in den 60ern. Ein feuchtfröhlicher Anlass war in den 30er Jahren offenbar die Musterung zum Wehrdienst - so jedenfalls vermittelt es ein Gruppenbild von 1938.

Rund 100 Jahre alt ist das Firmenfoto des Malerbetriebs von Heinrich Osterholz - der Chef sitzend mit Zigarre vor einem Gemälde; Sohn und die Gesellen drumherum drapiert. Dem Wirken von Heinrich Osterholz und seiner Familie widmet sich derzeit auch eine Präsentation in der Geschichtswerkstatt Wietzen. Den Jahresabschluss macht ein Brückenschlag nach Holte: Es zeigt den Altarraum der „Stadt Gottes Kapelle“ in Holte mit seinem außergewöhnlichen Altarfenster.

Zu haben ist der Kalender ab sofort bei der Sparkasse, der Volksbank, im Gasthaus „Zum gnaddrigen Fritz“, den Friseurbetrieben Stumpenhausen in Holte und Wiechmann in Wietzen und dem Raiffeisenmarkt Wietzen.

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Erstellt:
7. Oktober 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

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