Der Dinosaurier-Park Münchehagen wurde 1992 eröffnet und lockt jährlich viele interessierte Besucher aus der ganzen Welt an. Foto: Archiv

Der Dinosaurier-Park Münchehagen wurde 1992 eröffnet und lockt jährlich viele interessierte Besucher aus der ganzen Welt an. Foto: Archiv

Münchehagen 21.05.2021 Von Mara Kakoschke, Von Helge Nußbaum

Historischer Freitag: Feuerwehr entdeckt Dinos in Münchehagen

Außergewöhnliches Nachnutzungskonzept: Aus einem Steinbruch im Südkreis wird ein Wissenschaftspark

Spätestens seit dem Erfolg der Jurassic Park-Filme in den 1990er-Jahren üben Dinosaurier eine besondere Faszination auf viele Menschen aus. Nicht nur Hollywood hat einiges über die Urzeit-Geschöpfe zu bieten, auch zwischen Loccum und Bad Rehburg kommen Reptilien-Fans auf ihre Kosten. Wie Münchehagen durch spektakuläre Funde zur Dinosaurier-Hochburg wurde, erzählen wir im heutigen „Historischen Freitag“.

Mit diesem Fund hatte die Freiwillige Feuerwehr Münchehagen wohl nicht gerechnet, als sie 1980 eine Übung auf der Sohle des ehemaligen Steinbruches Wesling am Nordhang der Rehburger Berge absolvierte: Es wurden die Fährten zweier Dinosaurierarten freigespült, die diese vor mehr als 130 Millionen Jahren zu Beginn der Kreidezeit hinterlassen hatten.

Seit 1925 baut die Firma Wesling im Steinbruch Münchehagen Sandstein ab, der sich vor etwa 139 Millionen Jahren in der Unteren Kreidezeit gebildet hat. Während die Arbeiten im ersten Steinbruch stillliegen, ist der nordwestlichere der beiden Brüche bis heute in Betrieb.

Dinosaurier-Wanderungen durch Münchehagen

Das heutige, nördliche Niedersachsen war vor Urzeiten von einem Binnensee bedeckt, in den eine große Landzunge hineinragte. Die Fläche des jetzigen „Naturdenkmals Saurierfährten“ bestand zu dieser Zeit noch nicht aus festem Sandstein, sondern aus feinem, sandigen Schlamm im Uferbereich des Binnensees.

Rund um das Gebiet von Münchehagen ragten viele Sandinseln mit üppiger Vegetation aus dem Wasser: Nadelbäume, Baumfarne, Schachtelhalme und Ginkgobäume lockten Herden pflanzenfressender Langhalsdinosaurier (Sauropoden) und Gruppen nomadisch lebender Iguanodontiden an, die ihre Fußabdrücke auf dem Grund flacher Tümpel oder im feuchten Sand hinterließen. Räuberische Sichelkrallensaurier und große Raubdinosaurier verfolgten wiederum diese Herden der Pflanzenfresser – immer darauf aus, Beute zu schlagen.

Saurieranlieferung per Helikopter im Jahr 1992. Foto: Archiv

Saurieranlieferung per Helikopter im Jahr 1992. Foto: Archiv

Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts belegen wissenschaftliche Publikationen das Vorkommen fossiler Dinosaurier-Trittsiegel aus den regionalen Sandsteinvorkommen rund um Münchehagen. Die im ehemaligen Steinbruch Wesling vorhandenen Fährten sind zum einen von vierbeinigen, pflanzenfressenden, elefantenfüßigen Dinosauriern (Sauropoden) und zum anderen von Fleischfressern, die zweibeinig liefen und deren Füße mit drei gespreizten Zehen denen eines Vogels ähnelten.

Die Münchehagener Saurierfährten sind in mehrfacher Hinsicht einzigartig: Saurierspuren gibt es zwar welt- und deutschlandweit, doch aus der Unterkreide-Zeit sind nur wenige Trittsiegel bekannt. Von den bisher aufgefundenen Spuren unterscheiden sich die Münchehagener besonders durch ihre große Anzahl, die zudem verschiedene und
mehrere Fährten bilden.

150 Jahre DIE HARKE: Dino-Park

Im Rahmen der Jubiläums-Serie „Historischer Freitag“ blicken wir zurück auf die Geschichte des Dinosaurier-Parks in Münchehagen.

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150 Jahre DIE HARKE: Dino-Park
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Hinzu kommt, dass es nur sehr wenige Fundstellen gibt, bei denen die Fußabdrücke vegetarisch lebender und fleischfressender Saurier in unmittelbarer Nachbarschaft erhalten sind. Sie haben somit nicht nur im Landkreis Nienburg und in Deutschland, sondern weltweit einen besonderen wissenschaftlichen Rang.

Ihre einmalige Erhaltung verdanken die Dinosaurier-Spuren in Münchehagen einigen besonderen Umständen: Um das Inselgebiet von Münchehagen mündeten einst viele Flüsse in den riesigen See. Die Flüsse transportierten feinen Tonschlamm und kleine Pflanzenteile in die tiefen Fußabdrücke der Urzeitriesen. Dieser Schlamm setzte sich wie eine Schutzschicht in die Fährten. Das tropische Klima der Unteren Kreidezeit sorgte dafür, dass die Fährten nach ihrer Entstehung in der Trockenzeit schlagartig mit neuem Sandschlamm abgedeckt wurden.

Eine gläserne Schutzhalle über den Fährten wurde im März 1993 eingeweiht. Foto: Archiv

Eine gläserne Schutzhalle über den Fährten wurde im März 1993 eingeweiht. Foto: Archiv

Nach einer ausgedehnten Trockenzeit, in der die Dinosaurier bei niedrigen Wasserständen von Insel zu Insel wanderten, folgte eine Regenzeit mit monsunartigen Stürmen. Diese Gewitterstürme entwurzelten Bäume und verfrachteten jede Menge Sandschlamm und Pflanzenhäcksel über die Dinosaurier-Spuren. All diese Faktoren sorgten dafür, dass die Fährten nach ihrer Entstehung nicht durch Wind und Wellen wieder zerstört wurden.

Aus Steinbruch wird Wissenschaftspark

Nach der Entdeckung 1980 begannen die Diskussionen um den Erhalt der seltenen Fährtenzüge. Der Landkreis Nienburg kaufte 1982 das bis dahin private Fundgelände, ließ die Spuren wissenschaftlich untersuchen und darüber eine erste Schutzhalle errichten. 1986 wurden die Fährten eingezäunt und zur Besichtigung für Besucher freigegeben. Das Interesse der Bevölkerung war auf Anhieb ungewöhnlich groß – am Ende des Jahres waren bereits
10 000 Besucher gezählt worden.

Im darauffolgenden Jahr wurde der Steinbruch per Verordnung zum „Naturdenkmal Saurierfährten Münchehagen“ erklärt. Die erste Dinosaurierfigur fand Ende der 1980er-Jahre ihren Weg in den Park: Figurenspezialist Bernd Wolter verfolgte schon länger den Gedanken, einen Dinosaurier-Park in Deutschland einzurichten, als er auf das „Naturdenkmal Saurierfährten“ aufmerksam wurde. Mit Ferdinand Wesling, dem Besitzer des Steinbruches, hatte er den richtigen Partner gefunden.

„Rexy“ wurde nach der Filmpremiere adoptiert. Foto: Dinosaurier-Park Münchehagen

„Rexy“ wurde nach der Filmpremiere adoptiert. Foto: Dinosaurier-Park Münchehagen

Im Januar 1990 gründeten Wesling und Wolter die Dinosaurier-Park-Gesellschaft. Der damals entwickelte Ansatz, die authentischen Funde mit den dazu konstruierten Modell-Dinosauriern auszustatten und dies mit einer Zeitreise zu verbinden, zahlt sich bis heute aus. Nach dem Bau einer großen Schutzhalle wurde am 19. Juni 1992 das Dinosaurier-Freilichtmuseum in Münchehagen offiziell eröffnet. Es mauserte sich schnell zu Deutschlands größtem Freilichtmuseum dieser Art. 1993 wurde die gläserne Schutzhalle eingeweiht und ein museumspädagogischer Dienst mit Lehrerfortbildung eingerichtet.

Seit 2004 haben die fortschreitenden Bodenabbauarbeiten auch im zweiten Steinbruch immer wieder neue paläontologisch wertvolle Funde zutage gefördert. 2006 wurden die Dinosaurierfährten von Münchehagen als bedeutender „Nationaler Geotop“ ausgezeichnet und das Dinosaurier-Freilichtmuseum als Mitglied der „National Geographic Society“ aufgenommen.

In Münchehagen finden sich die Abdrücke mehrerer Saurierfährten. Foto: Dinosaurier-Park Münchehagen

In Münchehagen finden sich die Abdrücke mehrerer Saurierfährten. Foto: Dinosaurier-Park Münchehagen

Heute ist das Freilichtmuseum Münchehagen Deutschlands größter, wissenschaftlicher Erlebnis- und Themenpark. Auf einem gut 2,5 Kilometer langen Rundweg durch das Gelände erfahren Besucher anhand von über 230 lebensechten Rekonstruktionen von Dinosauriern und anderen Urzeittieren in Originalgröße alles über die faszinierende Entwicklung des Lebens in der Erdgeschichte.

Die Ausstellungen werden ständig erweitert und alle prähistorischen Tierrekonstruktionen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaftlern auf Basis der jeweils neuesten Forschungsergebnisse rekonstruiert. Übrigens: Ein bisschen Hollywood gibt es auch in Münchehagen, denn die Universal Pictures Deutschland hat dem Park die Original-Nachbildung eines T-Rex, getauft „Rexy“, überlassen, der zur Filmpremiere des Jurassic-World-Films „Das gefallene Königreich“ gebaut wurde.

https://www.dinopark.de/

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Erstellt:
21. Mai 2021, 07:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 49sec

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