Die Skulptur „Hochsitz, auf dem Tiere sitzen“ schließt seit Donnerstag eine Lücke auf dem Skulpturenweg. Darüber freuen sich Wolfgang Heising, Künstler Hans Müller, Wolfgang Hevert, Heinrich Harries und Bürgermeister Heinz Wedekind (von links). Fotos: Achtermann

Die Skulptur „Hochsitz, auf dem Tiere sitzen“ schließt seit Donnerstag eine Lücke auf dem Skulpturenweg. Darüber freuen sich Wolfgang Heising, Künstler Hans Müller, Wolfgang Hevert, Heinrich Harries und Bürgermeister Heinz Wedekind (von links). Fotos: Achtermann

Warpe 19.07.2020 Von Horst Achtermann

„Hochsitz mit Tieren“: Lücke geschlossen

Neunte Figur am Skulpturenpfad in Warpe mit Unterstützung von Werner Hupe vom THW errichtet

Nahe des neuen Mühlenumfluters unweit der Mühle von Hermann Heuermann in Warpe steht seit Donnerstagnachmittag eine Skulptur des Bremer Künstlers Hans Müller.

„Wolfgang Heising hat Geld besorgt, das heißt Sponsoren gefunden, so das wir hier am Mühlenumfluter unmittelbar an der Kreisstraße in der Nähe der ältesten urkundlich erwähnten Wassermühle in Niedersachsen von Besitzer Hermann Heuermann, die neunte Skulptur aufstellen können“, betonte Bürgermeister Heinz Wedekind.

Ein Hochsitz aus Stahl und Holz, auf dem Tiere sitzen. „Wildschwein, Fuchs, Hirsch und Taube und der Jäger versteckt sich“, erzählte der Bremer Künstler mit einem Schmunzeln. Es war nicht einfach. Über Geländer am Bach Graue musste diese vier Meter hohe und schwere Skulptur an ihren Platz gebracht werden. Helfer aus der Nachbarschaft hatten im Vorfeld ein Fundament aus Beton gegossen. Aber kein Problem für Wolfgang Heising. „Im Ort wohnt doch Heiner Hupe und der bedient den Kranwagen des THW in Hoya“, so Heisings Überlegung.

„Wir helfen gerne Menschen, die auch uns durch ihre Steuern unterstützen“, so der THW-Mann am Donnerstag gegenüber der HARKE am Sonntag.

„Ich habe gerne geholfen“: THW-Mann Heiner Hupe mit dem Kranwagen.

„Ich habe gerne geholfen“: THW-Mann Heiner Hupe mit dem Kranwagen.

Anpacken, aufstellen, schrauben und abrüsten, der Künstler Hans Müller und Männer aus der Region wie Horst Hahlbohm, Heinrich Harries und natürlich auch Wolfgang Hevert und Wolfgang Heising, die beide mit Pablo Hirndorf im Jahr 2011 Ideengeber und Begleiter des Skulpturenweges in Warpe waren, waren zur Stelle.

Die Idee, rund um Warpe einen Skulpturenpfad zu errichten, wurde 2015 vom Rat der Gemeinde Warpe in einem Grundsatzbeschluss umgesetzt, erinnert Heinz Wedekind. Die Zahlen hat Jürgen Köneking, stellvertretender Gemeindedirektor der Gemeinde Warpe, vom Rathaus Hoya aus begleitet. Beziffert mit 83600 Euro, mit Zuschüssen vom Landschaftsverband Weser-Hunte und des Amtes für regionale Landentwicklung in Sulingen in Höhe von 74000 Euro. Der Beitrag der Gemeinde Warpe blieb mit knapp 10000 Euro im vorgesehenen Rahmen.

„Bewerben und Vermarkten sind die nächsten Aufgaben für die Gemeinde“, sagte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer und bekannte sich bei der Einweihung im Dezember 2018 „als Fan dieser Kunst im öffentlichen Raum“. Der Flyer „Skulpturenweg Warpe“ muss nun ergänzt werden, aber erst in einer neuen Auflage.

Der Skulpturenpfad, ein Rundweg durch die vier Ortsteile der Gemeinde Warpe, entstand seinerzeit aus einer Flurbereinigung.

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Erstellt:
19. Juli 2020, 10:15 Uhr
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