Der Landkreis warnt wegen der anhaltenden Hitze vor einer erhöhten Brandgefahr in Wald, Moor und Heide. Foto: Landkreis

Der Landkreis warnt wegen der anhaltenden Hitze vor einer erhöhten Brandgefahr in Wald, Moor und Heide. Foto: Landkreis

Landkreis 16.06.2021 Von Die Harke

Höchste Gefahrenstufe in Nienburg: Brandgefahr in Wald, Moor und Heide steigt

Deutscher Wetterdienst sagt höchste Gefahrenstufe für das Kreisgebiet voraus

Die Gefahr von Bränden in Wald, Moor und Heide steigt. Der Deutsche Wetterdienst sagt höchste Gefahrenstufe für das Kreisgebiet voraus.

Die untere Waldbehörde des Landkreises Nienburg weist darauf hin, dass der „Deutsche Wetterdienst“ für den Landkreis Nienburg für heute die höchste Waldbrandgefahr, qualifiziert als Gefahrenstufe 5, vorhergesagt hat. „Es wird um äußerste Vorsicht und Aufmerksamkeit im Wald und in der freien Natur gebeten“, sagt Landkreissprecherin Anita Hartmann.

Durch Borkenkäferbefall oder Wassermangel seien viele Fichte vertrocknet

Der Waldbrandgefahrenindex (WBI) beschreibt das meteorologische Potenzial für die Gefährdung durch Waldbrand. Er zeigt die Waldbrandgefahr in fünf Gefahrenstufen an: von eins, was eine sehr geringe Gefahr ist, bis zur Stufe fünf, der sehr hohen Gefahr. Die Ereignisse auf einem Truppenübungsplatz im Emsland in 2018 und auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern 2019 verdeutlichten, dass durch Brände erhebliche Gefahren für Eigentum und Leben entstehen könnten.

Durch beispielsweise Borkenkäferbefall oder Wassermangel seien zahlreiche Fichtenbestände abgestorben und vertrocknet. Auch das Gras an Straßen- und Waldrändern sei bereits trocken. „Von diesen Flächen geht die Gefahr aus, dass sich im Falle eines Waldbrandes das Feuer sehr schnell ausbreiten kann“, so die Landkreissprecherin weiter.

In Niedersachsen sind in Wald, Moor und Heide Feuer verboten

Generell gelte es, im Wald und in der freien Natur erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit walten zu lassen. In Niedersachsen sind in Wald, Moor und Heide das Anzünden von Feuer und das Rauchen gesetzlich verboten. Waldbrandgefahr gehe aber auch von liegengelassenen Flaschen und Glasscherben sowie von achtlos entlang der Straßen aus dem Fenster geworfenen Zigaretten aus.

Zudem sollten Waldbesucher die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen blockieren und beim Abstellen der Fahrzeuge nur ausgewiesene Parkplätze nutzen. Insbesondere sollten Fahrzeuge nicht über trockenem Bodenbewuchs abgestellt werden.

Auch Glasabfälle können bei Sonnenbestrahlung als Brennglas wirken

Um die Gefahr eines Feuers in Wald, Moor oder Heide zu minimieren, wird die Bevölkerung aufgerufen, folgende Regeln unbedingt einzuhalten: Dazu zählt, dass kein offenes Feuer (wie Lagerfeuer oder Grillen) in Wald, Moor und Heide oder in gefährlicher Nähe gemacht werden sollte. Zudem sollten dort keine Zigarettenreste achtlos wegwerfen werden. Dies gilt auch für die Autofahrt durch oder entlang der Wälder, Moore oder Heiden.

Auch liegen gelassene Glasabfälle könnten bei Sonnenbestrahlung als Brennglas wirken. Zudem sollten Autofahrer nicht mit ihrem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund parken. Der Katalysator eines Kraftfahrzeugs erhitzt sich stark und könne einen Brand auslösen. Wird ein Waldbrand bemerkt, sollte sofort die Feuerwehr über die 112 gerufen werden.

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Erstellt:
16. Juni 2021, 15:47 Uhr
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