HVHS-Leiterin Gaby Kampe (Sechste von rechts) informierte CDU-Kreispolitiker über die Heimvolkshochschule Loccum. Rehaag

HVHS-Leiterin Gaby Kampe (Sechste von rechts) informierte CDU-Kreispolitiker über die Heimvolkshochschule Loccum. Rehaag

Loccum 11.11.2018 Von Die Harke

Hoffen auf Erhöhung der Landesmittel

Kreis-CDU besuchte die Heimvolkshochschule (HVHS) in Loccum / Neue Marke speziell für Firmen

Die CDU-Fraktion im Kreistag besuchte jüngst die Evangelische Heimvolkshochschule Loccum (HVHS) und folgte damit ihrem bewährten Brauch, Fraktionssitzungen mit dem Besuch von Einrichtungen, Betrieben und Organisationen zu verbinden, Kontakte zu halten oder neu zu knüpfen. Die heimischen Kreistagsmitglieder wollten wissen, wo der Schuh drückt und wo die Kommunalpolitik bei Problemlösungen ansetzen könnte. „Ich nehme diesen Besuch wertschätzend wahr“, betonte Gaby Kampe in ihrer Begrüßung, „und freue mich, Ihnen unser Haus näher vorstellen zu können“. Seit acht Wochen ist sie neue Direktorin und Geschäftsführerin der Bildungseinrichtung mit 35 Beschäftigten in vier Bereichen. Unter dem Wahlspruch „Leben ist Lernen – Lernen ist Leben“ bietet die HVHS eine breit gefächerte Palette an Veranstaltungen und Seminaren für Jugend, Frauen, Männer und Familien an. Angesprochen werden dabei Firmen, Privatpersonen, Schulen, Lehrer, die Kirche und Geflüchtete. Die Infrastruktur bietet mit Platz für über 100 Übernachtungsgäste, elf Seminarräumen ausgestattet mit WLAN-Anschluss, Flipchart über Moderationswände bis zu Beamer und Whiteboard sowie einer voll ausgestatteten Küche ideale Voraussetzungen für erfolgreiche Veranstaltungen an.

Veränderte Arbeits-und Lebenswelten auch aufgrund der Digitalisierung und somit andere Bedarfe an Informations-und Weiterbildungsveranstaltungen in unserer Gesellschaft seien nach Kampes Aussage auch für die HVHS Herausforderung, neue Strategien für neue Wege zu entwickeln. So habe die HVHS unter dem Begriff „Denkhaus – natürlich, menschlich, anders“ für sich eine neue Marke geschaffen, mit der sie besonders Firmen ein Angebotspaket im Baukastensystem schnürt.

Seminarinhalte, Unterkunft, Verpflegung sowie Natur und Kultur im nahegelegenen Umfeld können in Zusammenarbeit mit der HVHS flexibel kombiniert werden. „Wir wollen damit den Kunden kompetent und individuell abholen“, betonte Kampe.

Schwerpunkt der sich anschließenden Diskussion war die Frage der Finanzierung der Einrichtung. Nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz wird die HVHS mit Finanzleistungen vom Land Niedersachsen unterstützt. Dieses ist aber von strengen Auflagen abhängig: Voraussetzung der Unterstützung ist der Nachweis über 12.000 Teilnehmer-Tage im Jahr.

Weitere Einnahmen sind Projektmittel und Teilnehmerbeiträge. „Um weiterhin wirtschaftlich handeln zu können, ist die Anhebung der Fördermittel notwendig“, so Kampe. Abschließend bat sie die Kommunalpolitiker, sie bei der Werbung für die neue Marke des Hauses zu unterstützen.

Fraktionsvorsitzender Karsten Heineking (Wegerden) hob die Bedeutung der HVHS gerade für den ländlichen Raum hervor. Er bestätigte, dass Niedersachsen seit 2011 keine zusätzlichen Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt hat. Er hoffe aber, dass bei den anstehenden Beratungen über den Landeshaushalt 2019 eine im Gespräch stehende Anhebung der Fördermittel um ein bis zwei Prozent verwirklicht wird. Er sagte zu, diese Frage für die zuständigen Gremien mit nach Hannover zu nehmen.

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Erstellt:
11. November 2018, 21:00 Uhr
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