So könnte sich das Gewerbegebiet „Brigitta“ in Steimbke entwickeln. Gemeinde Steimbke

So könnte sich das Gewerbegebiet „Brigitta“ in Steimbke entwickeln. Gemeinde Steimbke

Steimbke 19.09.2019 Von Die Harke

Holzbrikett-Produktion in Steimbke geplant

Gewerbegebiet „Brigitta“ wächst / Infos für Anwohner am 2. Oktober

Im Gewerbegebiet „Brigitta“ in Steimbke will sich ein holzverarbeitender Betrieb neu gründen und Holzbriketts sowie Rindenmulch möglichst aus regionalen Baumschnittabfällen herstellen. Das hat die Gemeinde mitgeteilt. Auch ein zweiter Betrieb wolle sich dort neu ansiedeln: „STB Wöltjen, ein gefragtes, weltweit operierendes Spezial-Tiefbohrunternehmen, verlegt ihren Wartungsplatz aus dem Gewerbegebiet auf Flächen am Rande und ihren Firmensitz aus der Wedemark in die Gemeinde.“ „Die Bauanträge werden gerade vorbereitet. Der holzverarbeitende Betrieb wird eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz benötigen. Die Anforderungen sind extrem hoch und werden extern bewertet“, reagiert Gemeindedirektor Hallmann auf im Vorfeld erfolgte Kritik: „Wir erhalten zusätzliche Arbeitsplätze, und unsere Gewerbesteuereinnahmen werden sich spürbar verbessern.“

Zudem habe ein Gartenbaubetrieb aus der Region Hannover großes Interesse, seinen Firmensitz auf Flächen im Gewerbegebiet „Nordbruche II“ zu vergrößern. Die Verhandlungen würden laufen. Neben dem Landmaschinenbetrieb Fricke hatte sich dort bereits die Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen-Mitte mit einer Kartoffelverarbeitung angesiedelt.

„Nach dem Fortgang von Exxon Mobil, Nachfolgefirma der Erdölfirma Brigitta Elwerath, im Jahr 2008 blieben große Flächen des Gewerbegebietes lange Zeit ungenutzt. Dort, wo zuvor bis zu 1400 Menschen Arbeit und Auskommen hatten, war es still geworden“, schreibt die Gemeinde Steimbke. Als letzte Bastion der „goldenen Zeiten“ der Erdölförderung habe die Firma Gasunie Ende 2018 das Gelände verlassen.

Doch schnell habe es Nachnutzer gegeben: Die Firmen Meyer Städte- und Industriereinigung und Meyer Kanal- und Industrieservice erwarben die Flächen sowie das Verwaltungsgebäude nebst Wartungshallen und zogen Anfang dieses Jahres aus der Stadt Nienburg um.

„Wir werden grün und ökologisch“, so Steimbkes Bürgermeister Friedrich Leseberg. „Nach vielen Jahrzehnten der Förderung von fossilen Brennstoffen und Abhängigkeit vom Wohl und Wehe einer großen Firma wechseln wir nun erfolgreich auf eine breite Wirtschaftsförderung kleinerer und mittlerer Unternehmen aus dem Sektor regionale Produkte und erneuerbare Energien.“

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Erstellt:
19. September 2019, 22:36 Uhr
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