Die traditionelle Hora im Kloster Loccum wird auch in Zeiten der Corona-Krise nicht ausfallen. Foto: Hartmann

Die traditionelle Hora im Kloster Loccum wird auch in Zeiten der Corona-Krise nicht ausfallen. Foto: Hartmann

Loccum 19.03.2020 Von Die Harke

Hora im Kloster trotzt der Corona-Krise

Die traditionelle Hora im Kloster Loccum wird auch in Zeiten der Corona-Krise nicht ausfallen. Die Andacht mit Liedern, Gebeten, Bibellesungen und Schweigen wird seit 857 Jahren nahezu ununterbrochen täglich um 18 Uhr in dem evangelischen Kloster gefeiert.

In den nächsten Wochen werde jeweils ein Einzelner stellvertretend für alle anderen die Hora beten, sagte der Geistliche Vizepräsident des evangelisch-lutherischen Landeskirchenamtes in Hannover, Arend de Vries, am Mittwoch dem epd. Er ist zugleich Prior des Klosters.

„Die Hora wird weitergeführt, aber nicht als öffentliche Veranstaltung“, bekräftigte de Vries. Wie jeden Tag sollen auch während der Corona-Krise zu Beginn der Andacht um 18 Uhr die Glocken der Klosterkirche läuten.„Alle anderen, die es hören, werden dadurch eingeladen, in ihren Häusern mitzubeten.“ Eine elektronische Übertragung ist nicht geplant. Bund und Länder hatten am Montag alle gottesdienstlichen Versammlungen verboten – die hannoversche Landeskirche hatte bereits zuvor allen Gemeinden den vorübergehenden Verzicht auf Gottesdienste empfohlen.

Die etwa 20 Minuten dauernde Hora wird ansonsten von Mitarbeitenden und Gästen des Klosters gefeiert.

Verantwortliche des Klosters betonen, sie sei bislang auch in Krisenzeiten wie im Zweiten Weltkrieg niemals ausgefallen.

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Erstellt:
19. März 2020, 08:20 Uhr
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