Otto Heidecke inmitten seiner historisch wertvollen Schätze. Achtermann

Otto Heidecke inmitten seiner historisch wertvollen Schätze. Achtermann

Hoya 09.02.2019 Von Horst Achtermann

„Hoya darf keine Geschichtswüste sein“

Chronik der Grafenstadt Hoya in Büchern, auf CDs und in Filmen: Otto Heidecke und Henry Meyer machen‘s möglich

Wer weiß das noch? Wer erinnert sich noch, was früher war? Otto Heidecke ist ein Hoyaer Junge, seine Liebe zu seiner Geburtsstadt Hoya hat er in Büchern, Filmen, Fotos und auf CDs sowie in Schriftstücken festgehalten und archiviert. „Hoya darf doch keine Geschichtswüste sein“, so seine nachdenkliche Aussage über Hoyas Geschichtspflege. In seiner Ausarbeitung wird Heidecke sachkundig unterstützt durch Henry Meyer, Hoyas ehemaligen Stadtarchivar, der in seinen meterlangen Regalen in zig Ordnern fast alles festgehalten hat, was für spätere Generationen von unschätzbarem Wert ist.

Beide haben tief in die Vergangenheit der Stadt Hoya geschaut. Der erste Industriebetrieb „Königs Tapetenfabrik 1763“, die Einteilung in Viertel, und immer führte eine Brücke über die Weser. Viele Eindrücke vermitteln auch die Luftbilder. Eine Sicht auf Hoya gab es bei Google maps und beim Mittelwesernavigator und siowie dank des begeisterten Segelfliegers Rainer Lange.

So befand sich bis 1982 die 1923 gegründete Reit- und Fahrschule in Hoya am Hassler Steinweg. Hoyas ehemaliger Stadtarchivar Henry Meyer hat darüber nachgedacht und eine interessante Geschichte rund um den legendären Schulleiter Otto Meyer geschrieben. Oder die ehemalige Eiersammelstelle der Firma Heuer an der Philipp-Schwarze-Straße im Jahr 1926.

Viele Geschichten, in Bild gesetzt von Otto Heidecke und in Worte gefasst von Henry Meyer. Kurz: Ein Werdegang der Grafenstadt Hoya/Weser um das Jahr 400 bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts.

„Filmen und archivieren“. Otto Heidecke hat angefangen, sämtliche Häuser Hoyas mit seiner Super 8 Kamera mit Zeiß-Objektiv zu filmen. Technisch bearbeitet ein großer schneller Rechner in elf Stunden 1290 Bilder.

„Hoya hatte im letzten Jahr 85 Straßen mit 1413 Häusern, Änderungen durch die Bautätigkeit sind vorbehalten“, so die Heimatforscher. Durch Luftaufnahmen wurde Hoya zu einem Gesamtbild geordnet: „Dazu von jedem Haus eine fotografische Darstellung“. Ein Rundum-Paket ist so in einem sehr aufwendigen Zeitrahmen entstanden.

So hat der ehemalige Servicetechniker der Bundesbahn Zeitungsartikel von 1950 bis heute in Büchern festgehalten. Ferner sind auf 50 CDs im Jahr 2008 alle Straßen geordnet. „Das geht alles nur mit meiner technischen Anlage mit neuestem Ausrüstungsprogramm“, unterstreicht Otto Heidecke.

150 Jahre Grundschule Hoya und 800 Jahre Schloss Hoya sind in vielseitigen Büchern entstanden. „So haben auch Elfriede Hornecker, ehemalige Leiterin des Heimatmuseums, und Pastor Ruh mich unterstützt und neben anderen Bürgern mir Zugang zu historischen Gebäuden und Daten ermöglicht, bevor diese abgerissen wurden“. Otto Heidecke resümiert im Gespräch mit der HARKE: „Wir werden älter, die Zeitzeugen verlassen uns, immer mehr und dazu viele Bilder, Daten und Aufzeichnungen werden von den Erben entsorgt, schade“, bedauert Otto Heidecke.

Die Chronik der Stadt Hoya mit Bildern aus der guten alten Zeit bis zur Gegenwart mit Dokumentationen zur Entwicklung der Stadt Hoya sind bei Otto Heidecke zu finden.

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Erstellt:
9. Februar 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 29sec

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