13.04.2014

Hoya einst und jetzt im Bild

„Früher und heute“: Der ehemalige Eisenbahner Otto Heidecke filmt und fotografiert

Von Horst Achtermann

Hoya. Eine Super-8-Video-Kamera mit Zeiß-Objektiv, ein großer, schneller Rechner, der in elf Stunden 1290 Bilder bearbeitet und einordnet, und viel Liebe zu seinem Geburtsort Hoya. Daraus hat Otto Heidecke (65) die Idee entwickelt, Hoya einst und jetzt mit all seinen Veränderungen im Bild festzuhalten. Die fachlichen Voraussetzungen dazu hat dem pensionierten Bundesbeamten seine Tätigkeit im technischen Dienst der Bundesbahn mit auf den Weg gegeben. „In seinem Revier im Obergeschoss unseres Hauses kann er wirken wie er es will“, erzählt Heideckes Ehefrau Rosemarie. Sämtliche Straßen Hoyas mit ihren Häusern und deren Hausnummern hat Otto Heidecke, übersichtlich in sechs Ordnern archiviert. So sind die Häuser in der Lange Straße von Hausnummer 1 bis 158 – abgelichtet von alten Postkarten und Fotos – auch so zu sehen, wie die Gebäude früher ausgesehen haben.

„Die Deichstraße habe ich fast fertig. Auch da sind die Häuser von Hausnummer 1 bis 134 zu sehen. Und auch da, wie es früher war und heute ist“, erzählt der ehemalige Servicetechniker der Bundesbahn. Der komplette Bau der Weserstraße, als Verbindung zwischen Weserbrücke und Bückener Straße zwischen 1989 und 1992, ist per Video von ihm festgehalten und auf DVD gebrannt. „Die Filme habe ich selbst geschnitten und mit Baugeräuschen untermauert, meine erste große Sache“, so der Hobby-Filmer weiter. Auf diesem reinen Eisenbahngelände entstand später der „famila“-Markt. Täglich ist die Kamera sein Begleiter.

So hat er auch den Bau der neuen Eisenbahnbrücke in Bild und Ton festgehalten. „Diesmal auf „Blu Ray“ (mit deutlich höherer Auflösung)“. Zu der 800-Jahr-Feiern hat Otto Heidecke das Schloss von innen und außen, vom Kerker bis zum Dachboden, fotografiert.

Im Jahr 2012 ist er ganz Hoya abgefahren, um die Straßen mit einer Autokamera im Schritttempo aufzunehmen. „Da kann man feststellen, was sich geändert hat und wie viel Häuser und Gebäude fehlen“, gibt Heidecke zu bedenken. Die Grundschule ist vom Abriss bis zum Neubau von 2008 bis 2012 in seinem Archiv ebenfalls dokumentiert.

Im Heimatmuseum hat er seine Filme über Hoya in Abschnitten gezeigt. „Da bin ich dem Heimatmuseum dankbar. Vor allem mit Elfriede Hornecker und Stadtarchivar Henry Meyer arbeite ich gut zusammen. Ohne deren Hilfe wäre vieles nicht möglich“, so der Pensionär.

Luftaufnahmen von Google werden zurzeit von dem ehemaligen Bundesbahner mit seinem schnellen Rechner zu einem Gesamtbild eingeordnet. „Dazu habe ich dann von jedem Haus eine fotografische Darstellung. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, diese Gesamtansicht von Hoya, auf der jeder sein Haus wiederfindet, im Heimatmuseum auszustellen“, so Otto Heidecke.

Auskünfte über seine Arbeit erteilt der passionierte Hobby-Filmer gern unter Telefon 0 42 51/9 20 84 oder per Email unter O.Heidecke@t-online.de. Die Chronik der Stadt Hoya in Bildern aus der guten alten Zeit bis zur Gegenwart mit neuesten Aufnahmen und Dokumentationen zur Entwicklung der Stadt Hoya ist ebenfalls bei Otto Heidecke zu finden.

Zum Artikel

Erstellt:
13. April 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 30sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.