Für die Stadt Hoya besteht die Möglichkeit, eine Förderungshöchstsumme von 300.000 Euro für die Weiterentwicklung in innerörtlichen Lagen der Gemeinde. Foto: pixabay

Für die Stadt Hoya besteht die Möglichkeit, eine Förderungshöchstsumme von 300.000 Euro für die Weiterentwicklung in innerörtlichen Lagen der Gemeinde. Foto: pixabay

Hoya 11.12.2019 Von Horst Achtermann

Hoyas Innenentwicklung durch Förderprogramm verbessern

Grafschaft beteiligt sich an kommunalem Entwicklungsfonds / Bauantrag für Boulebahn wird erarbeitet

Der Rat der Stadt Hoya hat sich am Montag mit der „Errichtung eines gemeinsamen Kommunalen Innenentwicklungsfonds im Landkreis“ (KIF) befasst. Stadtdirektor Detlef Meyer sieht darin ein eigenes Förderprogramm, das andere Fördergelder nicht ausschließt.

Das Förderprogramm sei prädestiniert für Hoya mit seiner Alten Molkerei und dem Schloss. Es könnte ein „Leuchtturmprojekt“ sein. Mit diesem Fonds, den es zunächst für fünf Jahre gibt und der wissenschaftlich von der Uni Göttingen begleitet wird, verfolgt das Ziel, die Innenentwicklung in innerörtlichen Lagen der Gemeinden zu verbessern.

„KIF“ ist ein Fonds, in den die kommunalen Partner des Landkreises einzahlen und Förderanträge stellen können. Investiert werden könnte in die Entwicklung zeitgemäßer Wohnangebote, die Ortslage als attraktiver Wohnstandort, soziale Infrastrukturangebote, die Entwicklung lokaler Unternehmen und die Profilierung zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort. Zudem könnten Beiträge angepackt werden, die zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in zentraler Ortslagen führen.

In den ersten beiden Jahren (2020/2021) zahlen Städte und Gemeinden 0,5 Prozent der Kreisumlage in den Fonds. In den drei folgenden Jahren (2022 bis 2024) beträgt die Finanzierung ein Prozent der Kreisumlage. Der Landkreis soll zu dem kommunalen Beitrag auf Basis (ein Prozent) der Kreisumlage in den Fonds einzahlen.

Als Anschubfinanzierung zahle der Landkreis in den ersten beiden Jahren 1,5 Prozent der Kreisumlage ein. Als Berechnungsgrundlage diene jeweils die Kreisumlage des Vorvorjahres, aufgerundet auf volle Hundert.

Förderhöchstsumme von 300.000 Euro möglich

Stadtdirektor Meyer sagte: „Das Land Niedersachsen fand das toll und hat zwischenzeitlich den kommunalen Entwicklungsfonds Landkreis Nienburg in die Förderrichtlinie Zukunftsräume Niedersachsen aufgenommen.“ Es bestehe aufgrund der Richtlinie die Möglichkeit, die Förderungshöchstsumme von 300.000 Euro für die Laufzeit von drei Jahren zu erhalten.

An diesen Richtlinien habe die Verwaltung aktiv mitgearbeitet: „Mit Gehirnschmalz hier aus dem Hause“, betonte Hoyas Stadtdirektor. Alexander von Behr (CDU) sagte für die Mehrheitsfraktionen CDU/SPD „das Ganze ist gut, zumal wir in Bauamtsleiter Rolf Walnsch einen Mann haben, der bei Fördersachen nicht auf dem Baum schläft“.

Die Geschäftsführung soll von den kreisangehörigen Kommunen an den Landkreis übertragen werden. Das Bewertungsgremium für die Anträge bestehe aus allen Hauptverwaltungsbeamten und dem Landrat.

Bei einer eventuellen Zuwendung des Landes Niedersachsen werde das Land vom Amt für regionale Landesentwicklung mit einer Stimme vertreten. In den fünf Jahren sei die Stadt Hoya mit einer Einzahlung von rund 135.000 Euro beteiligt. Das wurde einstimmig vom Rat Hoya beschlossen.

Bei einem Treffen von Interessierten zum Bau einer Boulebahn mit zwölf Interessierten hätten sich drei Personen bereit erklärt, den Platz mit zwei Bahnen herzustellen, berichtete Anne Wasner. Der Bauantrag werde erarbeitet.

Fritz Groß bedankte sich in der letzten Sitzung des Jahres im Namen der CDU/SPD bei der Verwaltung und Bürgermeisterin Anne Wasner für die „aufopferungsvolle Arbeit im Jahr 2019“. Anne Wasner sagte: „Es war ein angenehmes Arbeiten, die Verwaltung hat sich mit großem Engagement eingesetzt.“

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Erstellt:
11. Dezember 2019, 11:51 Uhr
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